Es wird einmal...

Mit Erzählungen für die Zukunft lernen

Lernprozesse können durch den Einsatz erzählerischer Methoden wirkungsvoll unterstützt werden – besonders wenn es um große gesellschaftliche Herausforderungen geht. Mit diesem Ansatz beschäftigt sich die Konferenz „N1: Nachhaltig(keit) - lernen durch Erzählungen“, die am 8. Dezember in Berlin stattfindet. Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen hier zusammen, um zu diskutieren, wie Narrative und Narrationen für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung eingesetzt werden können.

Da festgefügte Kontexte an Orientierungskraft verlieren und sich unsere Wahl- und Zukunftsmöglichkeiten vervielfachen, sind narrative Kompetenzen zu einer zentralen Grundausstattung in der BNE geworden. Wenn Lehrende improvisieren müssen, dann können sie eine Geschichte erzählen. Doch welche Erzählungen deuten sich an, was und wie könnte erzählt werden und vor allen Dingen: Welche Erzählungen brauchen wir? Diese Fragen werden auf der ersten Konferenz der Reihe „Narrationen und Erzählformen in der BNE“ kritisch untersucht.

Nachhaltigkeitsorientierte Narrationen und neue didaktische Anwendungsformate

In den Konferenz-Workshops sind Lehrerinnen und Lehrer, Multiplikatoren, Umweltbildungpädagogen und bildungspolitische Entscheidungsträger dazu eingeladen, erzählerische Muster von nachhaltigkeitsorientierten Narrationen zu erarbeiten und neue didaktische Anwendungsformate zu entwickeln. In verschiedenen Keynotes stellen sich Referenten zum Beispiel die Frage „Welche Narrativen braucht es?“ oder erkunden mit dem Publikum das erzählerische Potenzial der Planetarischen Leitplanken. Die Veranstaltung wird per Video dokumentiert und im Anschluss sollen thematische Lernvideos produziert werden.

Die Konferenz ist eine gemeinsame Veranstaltung der Partnernetzwerke Medien und kulturelle Bildung sowie der Fachforen Informelles Lernen und Hochschulbildung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung, der DEKRA-Hochschule für Medien, dem Kolleg für Management und Gestaltung nachhaltiger Entwicklung sowie der Deutschen UNESCO-Kommission. Die Veranstalter kommen hiermit einem Commitment nach, für das sie sich bereits im Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung verpflichtet hatten.  

Interessierte können sich noch bis zum 6. Dezember 2017 hier anmelden.

Erzählungen in der Klimabildung

Auch auf der 23. Weltklimakonferenz in Bonn wurde neben Fragen zur Navigation des Pariser Klimaabkommens stark diskutiert, über welche Anreize, Argumente und Kommunikationsweisen die vielfältig notwendigen Transformationen beschleunigt werden können. Narration geriet hier als Format von Intervention und Dialog der Veränderungsprozesse immer stärker in den Fokus.