Erste Landeskoordinatoren für BNE

Koordinatoren setzen Schwerpunkte für ihr Bundesland

In den Bildungs- und Kultusministerien der deutschen Bundesländer werden Landeskoordinatoren für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) eingesetzt. Ihre Arbeitsgrundlage ist die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans zum Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung in dem jeweiligen Land. Die Koordinatoren können so länderspezifische Impulse aufgreifen und eigene Schwerpunkte setzen. In Hamburg und Nordrhein-Westfalen haben die ersten Landeskoordinatoren 2017 ihre Arbeit aufgenommen, im Laufe des kommenden Schuljahres folgen weitere Bundesländer. Die Initiative wird gemeinsam vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und den Ländern getragen und von Engagement Global koordiniert.

In Hamburg hat Landeskoordinator Markus Hübner von der Behörde für Schule und Berufsbildung drei Schwerpunkte gesetzt: die Umsetzung der 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen, Fortbildungen von Lehrkräften zum Weltaktionsprogramm BNE und die Kooperation mit der Zivilgesellschaft. Die Hansestadt Hamburg spielt eine wichtige Rolle im Weltaktionsprogramm, sie ist als eine von vier Städten weltweit Partnernetzwerkmitglied der UNESCO. Die vom Hamburger Senat 2005 ins Leben gerufene Initiative Hamburg lernt Nachhaltigkeit vernetzt Behörden, Institutionen, Verbände, Netzwerke und Personen. Fünf Bildungsprojekte und -initiativen erhielten 2016 eine Auszeichnung für ihre herausragende Umsetzung von BNE, darunter das Netzwerk KITA 21, das nachhaltige Entwicklung durch frühkindliche Bildung fördert.

Der Landeskoordinator  für Nordrhein-Westfalen (NRW) rückt die Begleitung der Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ in den Mittelpunkt und unterstützt die Landesstrategie zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms. Auch die BNE-Agentur NRW bündelt als ressortübergreifende Arbeitsstelle die Beiträge von drei Ministerien, die an der Umsetzung des Weltaktionsprogramms beteiligt sind: Umwelt-, Schul- und Europaministerium. Zehn Bildungsprojekte und -initiativen aus NRW erhielten 2016 eine Auszeichnung im Rahmen des Weltaktionsprogramms. Dazu gehört unter anderem die Stadt Gelsenkirchen, die BNE als Chance sieht, um sich den besonderen Herausforderungen als Stadt im Ruhrgebiet zu stellen.