Das Haus der Zukunft bauen lernen

Beim „workcamp GreenHouse“ bauen junge Menschen ein nachhaltiges Musterhaus

Wer heute ein Haus baut oder seine Wohnung renoviert, möchte dies oft so machen, dass möglichst wenig Energie verloren geht und die verwendeten Materialien die Umwelt schonen. Aber wie baut man solche ökologisch nachhaltigen Gebäude? Das lernen junge Menschen ab Jahrgangsstufe Acht beim workcamp GreenHouse, indem sie selbst anpacken und ein Musterhaus gestalten und errichten. Die Camps dauern je nach individueller Zielsetzung zwischen drei und zehn Tagen, anmelden können sich Einzelne und Gruppen per E-Mail an info(at)workcamp-greenhouse.de. Die nächsten Termine finden zwischen 12. und 16. Februar 2018, 16. und 20. April und 2. bis 6. Juli jeweils im Ausbildungszentrum Bau in Geradstetten (Baden-Württemberg) statt.

Beim workcamp geht es vor allem darum, dass die Jugendlichen experimentieren und ausprobieren, um eigene Ideen zu entwickeln und praktische Erfahrung zu sammeln. Sie lernen alle Phasen des Haus- und Wohnungsbaus kennen – vom Errichten des Fundaments über den Dachbau bis zur Inneneinrichtung und dem Planen der Verkehrswege. Erfahrene Baumeister und fortgeschrittene Auszubildende begleiten sie dabei und beleuchten, wie man klima- und ressourcenschonend vorgeht. Am Ende können die Teilnehmenden und andere Interessierte das fertige Musterhaus begehen, nachhaltiges Bauen wird so konkret erfahrbar.

„Greening“ der Berufe

Das workcamp GreenHouse ist ein Schulungsprojekt der Bildungszentren des Baugewerbes e.V. Krefeld mit den Projektpartnern Bau-ABC Rostrup und Berufsförderungswerk der Württembergischen Bauwirtschaft. Es wird gefördert im Rahmen des Programms „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung befördern. Über grüne Schlüsselkompetenzen zu klima- und ressourcenschonendem Handeln im Beruf“ (BBNE). Die von BBNE unterstützten Workcamps, Ausstellungen und Schulungsmodule ermöglichen es, in verschiedene Berufe hinein zu schnuppern und zeigen, wie nachhaltiges Handeln im beruflichen Alltag funktioniert. Die Fördergelder stammen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesumweltministeriums.

Sie sind Akteur der Beruflichen Bildung und wollen ihre Bildungsstätte mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) „grüner“ machen? Tipps finden Sie in diesem Handbuch des Internationalen Zentrums für Berufsbildung der UNESCO (UNEVOC). Wie „grün“ sind bestehende Berufsfelder bereits – und was ist mit diesem Begriff überhaupt gemeint? Diese Studie von Susanne Graf und Dr. Katharina Reuter vom Verein UnternehmensGrün gibt einen Überblick. Warum BNE in der Beruflichen Bildung wichtig ist und was in diesem Bereich im Weltaktionsprogramm geschieht, beleuchtet unser Dossier. Wer sich in Deutschland mit BNE beim Bauen und Wohnen beschäftigt, zeigt unsere Akteurs-Datenbank.