Bundesregierung spricht sich für ambitionierte Umsetzung der Agenda 2030 aus

Verantwortliche  globale Zusammenarbeit schafft Vertrauen

Der Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung betont in einer Erklärung vom 24. April 2017, dass angesichts aktueller Krisen auf der ganzen Welt eine globale „Politik der Verantwortung“ nötiger denn je sei. Nachhaltige Entwicklung müsse  zum „Leitprinzip“ aller Politikfelder werden, denn viele aktuelle Probleme seien deshalb entstanden, weil Menschen auf der ganzen Welt dieses Prinzip missachtet hätten. Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen nachhaltiger Entwicklung seien der „Kompass“, um einen solchen „grundlegenden Wandel  unseres Handelns“ herbeizuführen. Die internationale Staatengemeinschaft stelle sich damit “der größten Herausforderung des 21. Jahrhunderts: Allen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen ohne dabei unseren Planeten zu zerstören.“

Die Autoren unterstreichen, dass darin vor allem große Chancen lägen: indem Politik , Unternehmen und  Zivilgesellschaft weltweit zusammen erfolgreich konkrete Probleme lösten, entstehe Vertrauen. Bereits der Beschluss der Agenda 2030 habe gezeigt, „dass ein globaler Schulterschluss in den zentralen Herausforderungen unserer Zeit möglich ist.“ Wer die Ziele der Agenda in die Praxis umsetze, schaffe Arbeitsplätze, stärke den gesellschaftlichen Zusammenhalt und sichere die natürlichen Grundlagen unseres Planeten. So gewinne man „das Vertrauen der Menschen in die Glaubwürdigkeit und Lösungsfähigkeit des Staats“ zurück.

Eine solche Politik sei die beste Alternative zu möglichst einfachen und rein nationalstaatlichen Antworten: „Politik für eine  nachhaltige Entwicklung erfordert deshalb gerade jetzt nicht weniger, sondern mehr Zusammenarbeit, lokal, regional und international. Weder verschweigt, noch ignoriert sie die Komplexität der Welt und ihrer wissenschaftlichen Fakten, sondern erklärt sie ehrlich und  trägt ihr mit anspruchsvollen, transparenten Lösungen Rechnung.“

Die Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (2017) der Bundesregierung sei hierbei ein wichtiger Schritt. Das Weltaktionsprogramm Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) leistet ebenfalls einen wichtigen Beitrag, die Entwicklungsziele der Agenda 2030 umzusetzen: Bildung ist in allen Zielen als Schlüsselfaktor festgeschrieben, Ziel 4 zur „quality education“ bezieht sich explizit auf BNE.