Partnernetzwerke

Die Bundesregierung beteiligt sich am Weltaktionsprogramm, das federführende Ressort ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Das BMBF hat eine Nationale Plattform und begleitende Gremien zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms eingerichtet. Zu diesen Gremien gehören unter anderem die zehn Partnernetzwerke, die Akteure untereinander vernetzen und Impulsgeber für die Umsetzung vor Ort sind. Sie befassen sich mit Teilbereichen von BNE und arbeiten eng mit den Fachforen zusammen. Die Netzwerke erfüllen unter anderem die wichtige Aufgabe, Good-Practice-Beispiele zu initiieren.

Die Partnernetzwerke stellen sich vor

Außerschulische Bildungswelten

Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist unverzichtbarer Bestandteil der großen gesellschaftspolitischen Transformationsprozesse. In diesem Sinne ist das Wirken des  Partnernetzwerks Außerschulische Bildungswelten auf die Ausbildung von Handlungskompetenz als Kernziel der Bildung für Nachhaltige Entwicklung ausgerichtet.

Wir sind ein sektorenübergreifendes Netzwerk aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Wir verstehen uns als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und unterstützen andere Netzwerke. Als engagierte Menschen mit vielfältigen Kompetenzen, Qualifikationen und ausgeprägtem Methodenwissen sind wir Expertinnen und Experten in der Entwicklung, Gestaltung und Umsetzung außerschulischer Bildungsprozesse.

Unter dem Dach der Bildung für Nachhaltige Entwicklung bieten wir lebensnahe, erfahrungs- und handlungsorientierte qualitativ hochwertige Bildungsangebote an und füllen so die außerschulischen Bildungswelten mit Leben. Wir arbeiten institutionenübergreifend und multidisziplinär. Wir sind Mittlerinnen und Mittler zwischen der Basis und den politischen Entscheiderinnen und Entscheidern. Mit unserem ganzheitlichen Blick auf die Komplexität der Bildung für Nachhaltige Entwicklung sprechen wir alle Zielgruppen an, insbesondere die jungen Menschen. Unsere Haltung ist wertschätzend, respektvoll, auf Dialog ausgerichtet und lädt zum Mitwirken und Mitgestalten der außerschulischen Bildungswelten ein.

Sprecher:

Jens Tanneberg (Klimahaus Bremerhaven 8° Ost)

stellvertretend:
Astrid Hölzel (Deutsche Umwelthilfe)
Prof. Bernd Overwien (Uni Kassel)

Mitgliederliste
Berufliche Aus- und Weiterbildung

Im Partnernetzwerk Berufsbildung kommen Expert*innen und Interessierte aus Wissenschaft, Verwaltungen, Betrieben und Schulen zusammen, um gemeinsam zu erörtern, wie die Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung strukturell in die Aus- und Weiterbildung integriert werden können. Das Partnernetzwerk versteht sich als konstruktive Begleitung und Unterstützung des Fachforums, das Vorschläge für Maßnahmen wissenschaftlich fundiert und praxisbewährt unterbreitet und die Entwicklung kritisch begleitet. Zugleich bringen die Partnerinnen und Partner die Ideen, Ansätze und Konzepte aus der Nationalen Plattform in ihre Arbeitszusammenhänge ein. Dabei versteht das Partnernetzwerk die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung als Teil des gesellschaftlichen Wandels und verbindet Nachhaltigkeit mit übergreifenden Themen wie beispielsweise Digitalisierung. Das Partnernetzwerk trifft sich zweimal im Jahr. Das Partnernetzwerk freut sich über neue Partnerinnen und Partner, die aktiv mitwirken wollen.

Mitgliederliste
Biologische Vielfalt
Frühkindliche Bildung

Das Partnernetzwerk Frühkindliche Bildung ist aus der AG Elementarbereich hervorgegangen, die bereits die Umsetzung der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005 – 2014) begleitet und unterstützt hat.

In dem Partnernetzwerk sind NGO´s, Stiftungen, Umweltbildungseinrichtungen, Institutionen des Globalen Lernens, Landesministerien, Verbände, Wissenschaft und Wirtschaft vertreten. Die Mitglieder des Partnernetzwerkes engagieren sich zum großen Teil bereits seit vielen Jahren in Projekten und Initiativen zur Förderung von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich und verfügen dementsprechend über fundierte Praxiserfahrungen und Kenntnisse.

Das Partnernetzwerk sieht seine Aufgabe in der Unterstützung der Umsetzung des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Hierzu fördert es die Vernetzung der Mitglieder und den Austausch über neue Projekte und Initiativen im Elementarbereich. Als Mittler zwischen Fachforum und Praxis will das Partnernetzwerk Impulse und Empfehlungen für die Umsetzung des Weltaktionsprogramms geben und dieses mit der Entwicklung und Umsetzung geeigneter Projekte und Maßnahmen unterstützen. Das Partnernetzwerk versteht sich dabei als unabhängig agierende Organisation. Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich der frühkindlichen Bildung sind zum Mitwirken und Mitgestalten herzlich eingeladen.

Sprecher / Sprecherin:

Ralf Thielebein (S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung, Hamburg)

Lena Grüber, (Wamiki, Berlin)

Selbstverständnis und Arbeitsstrukturen des Partnernetzwerkes

Die Mitglieder des Partnernetzwerkes Frühkindliche Bildung haben sich auf folgende Eckpunkte eines Selbstverständnisses und auf folgende Arbeitsstrukturen verständigt.

Selbstverständnis

  • Das Partnernetzwerk leistet einen Beitrag zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ mittels
    - der Vernetzung und dem Austausch über Projekte und Initiativen,
    - der Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Projekte und Initiativen (z.B. Fachveranstaltungen, Workshops, Fortbildungen, Publikationen, Studien, Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, etc.),
    - Impulsen und Empfehlungen für das Fachforum Frühkindliche Bildung zur Umsetzung von Projekten und initiativen,
    - der Zusammenarbeit mit dem Fachforum Frühkindliche Bildung.
  • Das Partnernetzwerk versteht sich dabei als unabhängig agierende Organisation.
  • Es bedarf der ausdrücklichen Legitimation durch das Partnernetzwerk, wenn Aktivitäten oder Verlautbarungen im Namen des Partnernetzwerkes erfolgen sollen. Im Allgemeinen werden Verlautbarungen, wie z.B. Standpunkte und Empfehlungen des Partnernetzwer-kes über die gewählten Sprecher des Partnernetzwerkes kommuniziert. Entsprechende Verlautbarungen werden vorab im Partnernetzwerk abgestimmt.
  • Die Mitglieder des Partnernetzwerkes verpflichten sich zur aktiven Mitarbeit im Partnernetzwerk. Ist die Teilnahme an einer Sitzung des Partnernetzwerkes nicht möglich, kann das Mitglied eine Vertretung benennen.

Arbeitsstrukturen

  • Das Partnernetzwerk trifft sich mindestens zwei Mal jährlich. Bei Bedarf und insbesondere bei Übernahme von Aufgaben ist die Einberufung weiterer Sitzungen möglich.
  • Zur Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit des Partnernetzwerkes sollte die Mitgliederzahl einen Umfang von rund 20 Personen nicht überschreiten.
  • Über die Aufnahme neuer Personen in das Partnernetzwerk entscheiden die Mitglieder mit einfacher Mehrheit. Die Abstimmung über die Aufnahme ist auch per Umlaufbeschluss möglich. Die Benennung möglicher Neumitglieder erfolgt an die Sprecherin, bzw. den Sprecher des Partnernetzwerkes.
  • Zur Umsetzung von Aufgaben und Projekten können Unterarbeitsgruppen gebildet und bei Bedarf zusätzliche Personen in die Umsetzung mit eingebunden werden.
  • Das Partnernetzwerk wählt aus seiner Mitte für die Dauer von zwei Jahren einen Sprecher und eine Sprecherin, die das Partnernetzwerk gleichberechtigt nach außen vertreten.
  • Abstimmungsprozesse sollen vorrangig in den Sitzungen des Partnernetzwerkes erfolgen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Abstimmung über Email und über Telefonkonferenzen.

Stand. 1. März 2016

Mitgliederliste
Hochschule
Kommunen und BNE
Kulturelle Bildung und Kulturpolitik

Unsere Positionen

Kulturelle Bildung und Kulturpolitik sind als Querschnittthema für alle Bildungsbereiche bedeutsam.

Nachhaltige Entwicklung kann ohne die Dimension Kultur nicht sinnvoll gedacht werden.

Bildung für nachhaltige Entwicklung benötigt Kulturelle Bildung und Kulturpolitik um erfolgreich zu sein.

Für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung sind auch Themen und Inhalte relevant, die genuine kulturelle Themen sind und deren kompetente Bearbeitung im Feld der Kulturellen Bildung und Kulturpolitik liegen.

Kulturelle Bildung und Kulturpolitik verfügen über eigene, an den Künsten orientierte Verfahren und Methoden, die von hoher Relevanz für eine gelingende Bildung für nachhaltige Entwicklung sind.

Geplante Aktivitäten 2016

  • Verfassen eines Positionspapiers über die Rolle von Kultureller Bildung in BNE-Prozessen
  • Aufbauen einer Sammlung von Good Practice Beispielen
  • Evaluation von exemplarischen Beispielen
  • Relektüre der einschlägigen Policy-Papers im Hinblick auf den Aspekt Kultur
  • Publikation der Ergebnisse
  • Vorbereitung einer Tagung in Kooperation mit ANU und Akademie Remscheid 2017
Grundverständnis
Was ist das Grundverständnis des Partnernetzwerkes Kulturelle Bildung und Kulturpolitik und welche Inhalte und Methoden sind damit verknüpft?
Mitgliederliste
Flyer
Das Partnernetzwerk stellt sich in diesem Flyer vor.
Medien

Selbstverständnis Partnernetzwerk (PN) Medien

Das PN Medien versteht sich als Teil der Zielvorgaben der UN-Dekade und des geplanten Weltaktionsprogramms ab 2015. Kommunikation und Medien bilden das Haupt-Handlungsfeld der Arbeitsgruppe, denn moderne Medien-Kommunikation wird als grundlegend erachtet für Transformation, nachhaltige Entwicklung und Klimakultur. Die Mitglieder bündeln ihre Kapazitäten und Kompetenzen, um für eine zeitgemäße Nachhaltigkeitskommunikation wichtige Akzente zu setzen und Anregungen zu erarbeiten.

Das PN Medien hat eine Online-Plattform, ein "open book", erarbeitet und lädt zum Mitmachen ein. Mit dem open book startete am 1. Dezember 2014 ein offener Online-Dialog über Konzepte, Modelle und Beispiele zur Kommunikation von Nachhaltigkeit sowie deren Bedeutung für und innerhalb von Bildungsprozessen.

Warum ein PN Medien?

Medien sind mehr als Transmissionsriemen zur Übermittlung von Inhalten. Medienkommunikation ist mehr als informelles Lernen oder Mediendidaktik. (Elektronische) Medien repräsentieren eigene Kulturformen, konstituieren die Entwicklung von Selbst- und Fremdbildern, bieten Räume für Kommunikation, Erfahrungen, und Lernen. Sie sind Bestandteil unserer zunehmend technisierten und digitalisierten Lebenswelt. Diese medialen Kommunikationsräume bieten große Potenziale für Nachhaltigkeit. Stichworte sind: Sharing, Partizipation, Vernetzung, Öffentlichkeit, kollaborative Gestaltung.

Nachhaltigkeitskommunikation und Nachhaltigkeits-Lernen finden oftmals bereits statt, ohne dabei das Etikett der Nachhaltigen Entwicklung (NE) zu tragen. Dabei lassen sich drei Ebenen unterscheiden, nämlich die Bildung über nachhaltige Entwicklung (NE als Thema), die Bildung für nachhaltige Entwicklung (Methoden und Gestaltung von NE), und das nachhaltige, kompetenzorientierte Lernen (Bildung als Voraussetzung für NE).

Was folgt daraus?

Medienkommunikation wird als substanzielle Kulturtechnik und als wesentliches (potenzielles) Handlungsfeld für nachhaltige Entwicklung / Transformation / Klimakultur angesehen. Es wird keine zeitgemäße und wirksame Kommunikation von nachhaltiger Entwicklung außerhalb elektronischer Medien, sondern nur in der Verknüpfung von analogen und digitalen Medien und Kommunikationsformen geben können. Das betrifft sowohl die kommunikative Vernetzung der Nachhaltigkeitsakteure untereinander als auch die öffentliche Darstellung von Zielen und Inhalten der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Eine Bildung für nachhaltige Entwicklung und Transformation braucht nicht nur andere Inhalte, sondern auch andere Ästhetiken, Symbole, Metaphern und Bilder, um Menschen zu gewinnen und zu überzeugen.

Neue Ästhetiken in der Kommunikation von Nachhaltigkeit und Transformation sind daher nicht nur, aber augenscheinlich in immer engerer Weise mit "Narrationen" verknüpft, die zum Beispiel vom kulturellen Selbstverständnis einer Klimakultur erzählen. Mit den "Erzählungen" einer gestalteten Zukunft geben sie als Narrative Orientierung für die Gegenwart. Die audiovisuellen und digitalen Darstellungs- und Kommunikationsmittel erhalten in diesem Kontext substanzielle Bedeutung.

Mediale Aktionsformen, die durchaus an gewohnte Medien- und Kommunikationsformate anknüpfen können, bieten große Möglichkeiten für die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, für das Teilen, Mitteilen und die Teilhabe (Partizipation), für die Präsentation und den Austausch von Ideen und Projekten zum wissenschaftlichen Wissen und Erfahrungswissen zur Nachhaltigkeit.

Medienkommunikation ermöglicht den Akteuren einer NachhaltigenEntwicklung, ihre Perspektiven und Botschaften in gesellschaftliche Diskurse und Aushandlungsprozesse einzubringen. Medien können zum transdisziplinären Austausch beitragen und als Katalysator gesellschaftlicher Transformationsprozesse dienen.

Absichten und inhaltliche Schwerpunkte

  • Beobachtung und Untersuchung neuer medialer Kommunikationsformen – zwischen Massenmedien und Social Media – unter der Perspektive BNE.
  • Exemplarische Erkundung, wie konkrete Medienangebote inhaltlichen und unterhaltenden Ansprüchen genügen können, ob, wie und welche populären Formate und Genres für die Kommunikation von Themen der Nachhaltigkeit adaptiert werden können (etwa serielles und transmediales Erzählen).
  • Konzeption und Organisation von zielgruppenspezifischen Angeboten zur Medienkompetenz-Vermittlung. Nur durch Qualifikation, Beratung und eigenes Erproben werden (BNE-) Multiplikatoren die Potenziale einer medialen Kommunikation für nachhaltiges Lernen und Handeln wirksam erschließen können.
  • Erkundung und Erschließung von Verknüpfungsmöglichkeiten zwischen (etablierten) Nachhaltigkeits- und neuen Medienakteuren.
  • Weiterentwicklung medialer Plattformen (z.B. open book), die sowohl dem Austausch der BNE-Akteure untereinander als auch der öffentlichen Präsentation von Initiativen, Projekten, Veranstaltungen, Materialien und sonstigen Aktivitäten dienen.
  • Einbeziehung traditioneller Kommunikationsformen (Stichwort "kommunikative Artenvielfalt"), medienökologischer Perspektiven (ökologischer Fußabdruck von Medienproduktion und Mediennutzung), von Fragen des Datenschutzes, medienpsychologischer und soziologischer Aspekte etc.

 

Sprecher:
Dr. Joachim Borner

stellvertretend:
Friedrich Hagedorn

Mitgliederliste des Partnernetzwerkes Medien (Stand Mai 2017)
Ökonomie und Konsum
Schulische Bildung
Weiterführende Informationen