Nationaler Aktionsplan

Am 20. Juni 2017 hat die Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung während ihrer fünften Sitzung den Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (2015-2019) verabschiedet.

Inhalte des Nationalen Aktionsplans

Handlungsfelder
Die durch die Nationale Plattform beschlossenen Handlungsfelder für den Nationalen Aktionsplan (Stand 06.07.2016)
Meilensteinplanung
Diese Grafik informiert über die wichtigsten Meilensteine, die zwischen 2015-2019 umgesetzt werden.

130 Ziele und 349 konkrete Handlungsempfehlungen des Nationalen Aktionsplans sollen in den einzelnen Bildungsbereichen dazu führen, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung strukturell in der deutschen Bildungslandschaft verankert wird. Adressiert werden dabei Lehrpläne, Curricula und Ausbildungsordnungen sowie die Aus-, Fort- und Weiterbildungen der pädagogischen Fachkräfte in der formalen, non-formalen sowie informellen Bildung. Weitere zentrale Aspekte sind dabei auch eine stärkere Vernetzung der BNE-Akteure und guter Praxis, sowie eine ganzheitliche Transformation von Lerneinrichtungen hin zur Nachhaltigkeit.

"Junge Menschen müssen ernst genommen werden"
Annabelle Wischnat, junge Stimme in der Nationalen Plattform, gestaltet den Nationalen Aktionsplan mit. Sie berichtet über ihre Erfahrungen in der Gremienarbeit,
Online-Konsultation 2017
Die Teilnehmenden tragen mit 733 Maßnahmenvorschlägen und 7909 Bewertungen dazu bei, den Nationalen Aktionsplan auszugestalten.

„Der Beschluss der Nationalen Plattform ist ein Meilenstein. Nun geht es an die Umsetzung, die nur als Gemeinschaftswerk gelingt. Denn Nachhaltigkeit geht uns alle an“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. „Bildung ist der Schlüssel für nachhaltige Entwicklung. Der Nationale Aktionsplan BNE stößt in Deutschland eine umfassende Transformation zu mehr Nachhaltigkeit an.“

Vertreter und Vertreterinnen aus über 350 Organisationen aus Zivilgesellschaft, Politik, Bildung und Wirtschaft und Ministerien auf Bundes- und Landesebene haben seit September 2015 die Ziele und Handlungsempfehlungen gemeinsam im Dialog erarbeitet. An der Entwicklung des Nationalen Aktionsplans konnten bei einer Onlinekonsultation im Frühjahr diesen Jahres interessierte Bürgerinnen und Bürger Ziele und Maßnahmen diskutieren und neue Vorschläge einbringen. Von den Teilnehmenden wurden über 700 Maßnahmenvorschläge und knapp 8000 Bewertungen eingereicht, die den Fachforen als wesentliche Impulse für die weitere Ausarbeitung des Nationalen Aktionsplans dienten.

„Wie es gelingen kann, dass BNE eine gelebte Realität wird, zeigen uns hervorragende Initiativen, die die Deutsche UNESCO-Kommission gemeinsam mit dem BMBF im Rahmen des Weltaktionsprogramms auszeichnet. Viele am Prozess beteiligte Organisationen tragen schon jetzt mit Selbstverpflichtungen dazu bei, die Umsetzung des NAP voranzubringen. Dieses Momentum müssen wir nun in der zweiten Hälfte des Weltaktionsprogramms stärken und ausweiten.“ So Frau Professor Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission.

„Alle Netzwerke der DUK Welterbestätten, Geoparks, Biosphärenreservate werden Lernorte für BNE. UNESCO-Lehrstühle, UNESCO-Schulen, UNESCO-Clubs, das Netzwerk der Alumni des internationalen Freiwilligendientes Kulturweit und das Netzwerk Europäischer Nationalkommissionen werden Botschafter der Agenda 2030“.

Der Nationale Aktionsplan leistet einen wesentlichen Beitrag zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und den globalen Entwicklungszielen, der Agenda 2030. Er soll  eine Grundlage für langfristiges Handeln schaffen, das auch über 2019 hinaus wirkt.

„Der partizipativ und umfangreich angelegte Prozess in Deutschland zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms ist weltweit einzigartig. Dennoch, im internationalen Austausch können wir voneinander lernen, gute BNE noch erfolgreicher und innovativer umzusetzen. Wir müssen aber auch stärker für unseren Weg 'Vom Projekt zur Struktur' international weiter werben.“ sagte Walter Hirche, Internationaler Berater der Nationalen Plattform.

Die Nationale Plattform BNE ist unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) das oberste Lenkungsgremium für die deutsche Umsetzung des Weltaktionsprogramms. Neben der Vorsitzenden Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im BMBF, gehören 39 Entscheidungsträger und Entscheidungsträgerinnen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft dem Gremium an. Die Fachforen Frühkindliche Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, Non-formales- und informelles Lernen/ Jugend sowie Kommunen fungieren als beratende Arbeitsgremien.

Der Nationale Aktionsplan BNE wird demnächst hier veröffentlicht.