Gremien der deutschen Umsetzung

Die Bundesregierung beteiligt sich am Weltaktionsprogramm, das federführende Ressort ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Das BMBF hat eine Nationale Plattform und begleitende Gremien zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms eingerichtet: Die Nationale Plattform wird von einem wissenschaftlichen und einem internationalen Berater unterstützt. Ihr arbeiten außerdem sechs Fachforen zu den unterschiedlichen Bildungsbereichen zu. Die Fachforen selbst arbeiten eng mit so genannten Partnernetzwerken zusammen, die Akteure untereinander vernetzen und Impulsgeber für die Umsetzung vor Ort sind.

Agendakongress

Agendakongress 2016
Der Rückblick zum ersten Agendakongress mit einer Übersicht der ausgezeichneten Akteure, Fotos und Kurzprotokollen der Workshops.

Das BMBF lädt die Mitglieder der Gremien sowie weitere Akteure aus dem Bereich BNE jährlich zu einem Agendakongress Bildung für nachhaltige Entwicklung ein. Der Kongress bietet allen Teilnehmenden die Möglichkeit des regelmäßigen Austauschs und hat die Ausarbeitung eines Nationalen Aktionsplans zum Ziel. Der bundesweit erste Agendakongress fand vom 11. bis zum 12. Juli 2016 in Berlin statt.

Die Nationale Plattform

Die von der Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka initiierte Nationale Plattform ist das oberste Lenkungsgremium für die deutsche Umsetzung des Weltaktionsprogramms. Der Nationalen Plattform unter Vorsitz von Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im BMBF, gehören 37 Entscheidungsträger aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an – darunter auch Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK). Das Gremium tagt zwei Mal jährlich. Die Nationale Plattform wird im Sommer 2017 einen Nationalen Aktionsplan verabschieden.

Meilensteinplanung
Diese Grafik informiert über die wichtigsten Meilensteine des Weltaktionsprogramms BNE, die zwischen 2015-2019 umgesetzt werden.
Mitgliederliste
der Nationalen Plattform (Stand 06.07.2016)
Staatssekretärin des BMBF
Cornelia Quennet-Thielen
„Als Vorsitzende der Nationalen Plattform möchte ich dazu beitragen, BNE in Deutschland strukturell noch besser zu verankern. BNE muss in allen relevanten Bildungsbereichen selbstverständlich werden.“
"Junge Menschen müssen ernst genommen werden"
Annabelle Wischnat, junge Stimme in der Nationalen Plattform, gestaltet den Nationalen Aktionsplan mit. Sie berichtet über ihr Verständnis von Nachhaltigkeit, Erfahrungen in der Gremienarbeit und Herausforderungen für mehr Teilhabe junger Menschen,

Berater

Die Nationale Plattform wird von einem wissenschaftlichen und einem internationalen Berater unterstützt. Herr Professor Gerhard de Haan vom Institut Futur der Freien Universität Berlin hat die Funktion des wissenschaftlichen Beraters inne. Er wird Empfehlungen zur strukturellen Verankerung von BNE geben und die nationale Umsetzung des Weltaktionsprogramms mit einem Monitoring begleiten. Er wird durch eine Arbeitsstelle unterstützt. Herr Minister a.D. Walter Hirche, Vorsitzender des Fachausschusses Bildung der DUK, stellt als Berater die Anbindung an die internationalen BNE-Prozesse sicher. Er wird durch eine Geschäftsstelle in der DUK unterstützt.

Prof. Dr. Gerhard de Haan
„Ich wünsche mir, dass in fünf Jahren alle wissen, wie das geht: nachhaltige Entwicklung.“
Minister a.D. Walter Hirche
„So wie Humboldts Ideen das Bildungsverständnis der Vergangenheit geprägt haben, soll Bildung für nachhaltige Entwicklung als "Humboldt 2.1" Leitbild der Zukunft für Bildung, Arbeit und Gesellschaft sein.“

Fachforen

Mitgliederliste
aller Fachforen (Stand: März 2017)
Auszeichnungen
Die Vorsitzenden und Co-Vorsitzenden der sechs Fachforen des Weltaktionsprogramms BNE wurden auf dem Agendakongress 2016 als "Change Agents" geehrt.

Es gibt sechs Fachforen: Frühkindliche Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, Non-formales und informelles Lernen/ Jugend und Kommunen. Die Fachforen sind beratende Arbeitsgremien sowohl für die Nationale Plattform als auch für die Partnernetzwerke. Sie erstellen Expertisen und Handlungsempfehlungen und wurden aus Vorschlägen der Nationalen Plattform und der Partnernetzwerke besetzt. Sie tagen drei bis viermal pro Jahr.

 

 

Handlungsfelder
Die durch die Fachforen erarbeiteten Handlungsfelder für den Nationalen Aktionsplan (Stand 06.07.2016)
Zum internen Arbeitsbereich der Fachforen

Partnernetzwerke

Die Partnernetzwerke stellen sich vor
Erfahren Sie mehr über die Mitglieder und die Arbeit der einzelnen Netzwerke.

Es gibt zehn Partnernetzwerke, die Akteure untereinander vernetzen und Impulsgeber für die Umsetzung vor Ort sind. Sie befassen sich mit Teilbereichen von BNE und arbeiten eng mit den Fachforen zusammen. Die Netzwerke erfüllen unter anderem die wichtige Aufgabe, Good-Practice-Beispiele zu initiieren. Die zehn Partnernetzwerke sind: Außerschulische Bildungswelten, Berufliche Aus- und Weiterbildung, Biologische Vielfalt, Frühkindliche Bildung, Hochschule, Kommunen und BNE, Kulturelle Bildung und Kulturpolitik, Medien, Ökonomie und Konsum, Schulische Bildung.

Die einzelnen Parnernetzwerke stellen sich auf dieser Seite genauer vor. Sie finden dort unter anderem Mitgliederlisten und Grundpositionen.