Agendakongress

Der Agendakongress ist die zentrale nationale Konferenz zum Thema BNE. Der nächste Agendakongress wird am 27.11.2017 von 12.00 Uhr bis 22.30 Uhr und am 28.11.2017 von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr im Berlin Congress Center in Berlin stattfinden. Bis zum 31. August 2017 können sich Mitglieder der Fachforen und Partnernetzwerke sowie externe Fachexpertinnen und Fachexperten mit ihren Ideen für Workshops und Kurzvorträge bewerben. Der bundesweit erste Agendakongress Bildung für nachhaltige Entwicklung fand vom 11. bis zum 12. Juli 2016 statt.

Hintergrund

Einmal im Jahr veranstaltet das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen so genannten Agendakongress. Diese bundesweite Veranstaltung ist Forum für fachliche Diskussionen und neue Ideen zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung. Er richtet sich an aktive Akteure, Initiativen, die sich auf den Weg machen wollen und die Mitglieder der Gremien, die das Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland umsetzen.

Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, sich regelmäßig auszutauschen, sich zu vernetzen und gemeinsam die Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung zu forcieren. Ein bisherhiges Ergebnis ist die gemeinsame Ausarbeitung eines Nationalen Aktionsplans, der im Juni 2017 verabschiedet wurde.

Meilensteinplanung
Diese Grafik informiert über die wichtigsten Meilensteine des Weltaktionsprogramms BNE, die zwischen 2015-2019 umgesetzt werden.

Rückblick Agendakongress 2016

Der erste Agendakongress fand vom 11. bis 12. Juli 2016 im Berlin Congress Center statt. Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka eröffnete den Kongress. Gemeinsam mit der Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Prof. Dr. Verena Metze-Mangold zeichnete sie 65 Lernorte, Netzwerke und Kommunen  aus, die herausragende Bildung für nachhaltige Entwicklung umsetzen und verankern. Die Vorsitzenden und Co-Vorsitzenden der sechs Fachforen des Weltaktionsprogramms Bildung für Nachhaltige Entwicklung erhielten für ihr Engagement eine Auszeichnung als "Change Agent". Insgesamt nahmen über 500 Menschen aus den verschiedenen Bildungsbereichen, Politik und Wirtschaft sowie der Zivilgesellschaft teil. Eine Übersicht des Programms sowie der Workshops finden Sie hier.  Videos zu den Reden von Bundesministerin Johanna Wanka, Ministerin Sylvia Löhrmann, der Auszeichnungsverleihung und den beiden Podien finden Sie auf dieser Übersichtsseite. Der zweite Agendakongress "In Aktion" wird am 27. und 28. November 2017 im Berlin Congress Center in Berlin stattfinden.

Auszeichnungen
65 ausgezeichnete Kommunen, Lernorte und Netzwerke sowie 12 "Change Agents" wurden auf dem Agendakongress 2016 für ihr Engagement geehrt:
Bilder ausgezeichneter Akteure
Die Ausgezeichneten können sich ihr Foto von der Urkundenübergabe herunterladen.

Kurzprotokolle Workshops 2016

A1: Bilder und Narrative der Transformation und A2: Medien der Bilder und Narrative der Transformation

Die Workshops A1 „Bilder und Narrative der Transformation“ und A2 „Medien der Bilder und Narrative der Transformation“ beschäftigten sich damit, wie Bilder und Narrative der Bildung für nachhaltige Entwicklung aussehen, bzw. wie diese kommuniziert werden können und müssen, um zur intendierten positiven gesellschaftlichen Transformation durch BNE beizutragen. Verschiedene Inputgeber präsentierten dazu zunächst eine Reihe von Beispielen, die bereits erfolgreich zur Erzählung und Verbreitung des BNE-Gedankens und der damit verbundenen Werte genutzt werden. Die Potenziale der vorgestellten Bilder und Kommunikationskanäle wurden aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und als gute Ansatzpunkte für die Entwicklung einer gemeinsamen BNE Narrative wahrgenommen.

B1 und B2: Jugend am WAP beteiligen I und II

In den beiden Workshops B1 und B2 „Jugend am WAP beteiligen“ ging es darum, Wege zu finden, Jugendliche stärker am Weltaktionsprogramm bzw. am nationalen Aktionsplan „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zu beteiligen. Verschiedene Inputgeber lieferten hierzu einen Überblick über den bisherigen Stand der Beteiligung und über erfolgreiche Beteiligungskonzepte in anderen, vergleichbaren Programmen und Projekten. Es wurde deutlich gemacht, dass Jugendbeteiligung allgemein eine Chance für Innovation ist und zudem das Potenzial hat, die Reichweite der mit BNE verbundenen Werte und Themen zu erhöhen.

C1: Langfristige Bildungspartnerschaften

Ziel des Workshops C1 „Langfristige Bildungspartnerschaften“ war es, herauszustellen wie Bildungspartnerschaften zwischen außerschulischen Lernorten und Einrichtungen der formalen Bildung dazu beitragen können, die Gewichtung von BNE in der formalen Bildung zu stärken. Am Beispiel gelungener Kooperationen wurden u.a. Fragestellungen zur langfristigen Gestaltung von Bildungspartnerschaften und zur Schärfung des Rollenbilds von außerschulischen Lernorten erörtert.

C2: BNE als Motor zur Integration

Im Workshop „BNE als Motor zur Integration“ wurden die Potenziale von BNE für eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten erörtert. In diesem Zusammenhang wurden Praxisbeispiele vorgestellt und es wurde erörtert, inwiefern aktuelle Angebote an die Bedürfnisse aller Beteiligten angepasst werden müssen. Anschließend wurde diskutiert, welche Weichenstellungen und Maßnahmen notwendig sind, um solche und ähnliche Projekte in die Breite zu tragen.

D1: Wirtschaft nachhaltig gestalten

Der Workshop D1 „Wirtschaft nachhaltig gestalten“ beschäftigte sich mit den ökonomischen Aspekten des Themas Nachhaltigkeit und insbesondere mit der Frage, was nachhaltige Wirtschaftskompetenz bedeutet, bzw. wie und wo diese vermittelt werden kann und muss, um auch auf wirtschaftlicher Ebene für eine Transformation zu sorgen. Auf Basis einiger Inputvorträge wurden vor allem die Verantwortung und Motivation von Unternehmen diskutiert und Konzepte wie Corporate Social Responsibility kritisch reflektiert.

D2: Was hemmt das Mainstreaming von BNE?

Im Workshop D2 wurden die Ziele und Vorgehensweisen des nationalen Monitorings des Weltaktionsprogramms vorgestellt und unter Einbeziehung der unterschiedlichen Perspektiven der Teilnehmer diskutiert und angepasst. Zudem wurden hemmende und fördernde Faktoren der Implementierung von BNE in den verschiedenen Bildungsbereichen identifiziert und gemeinsam diskutiert. Davon ausgehend wurden notwendige Maßnahmen für ein erfolgreiches Mainstreaming von BNE ausgearbeitet, sowie die Rolle des nationalen Aktionsplans in diesem Zusammenhang verdeutlicht.

E1 und E2: Professionelles Handeln in Kitas stärken I und II

Am ersten Workshoptag des zweiteiligen Workshops „Professionelles Handeln in Kitas stärken“ wurde zunächst ein Einblick in die Arbeit des Fachforums Frühkindliche Bildung gegeben und insbesondere das Handlungsfeld „BNE als Teil des professionellen Handelns unterstützen“ vorgestellt. Im Anschluss wurden anhand von konkreten Inputbeispielen Erfolgskriterien und Hemmnisse mit Bezug auf die Umsetzung von BNE im Kontext des Handlungsfeldes herausgestellt. Am zweiten Workshoptag wurde schließlich diskutiert, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Umsetzung von BNE in Kitas zu ermöglichen und flächendeckend umzusetzen.

F1: Hochschule nachhaltig gedacht und G2: Hochschule nachhaltig gemacht

Im Workshop „Hochschule nachhaltig gedacht“ wurden im Rahmen kurzer Inputvorträge erfolgreiche Konzepte für Bildung für nachhaltige Entwicklung im Hochschulkontext aus dem In- und Ausland präsentiert. Anschließend wurden die Potenziale dieser Konzepte für eine (flächendeckende) Umsetzung in Deutschland von den Teilnehmern analysiert und diskutiert. Der Workshop „Hochschule nachhaltig gemacht“ schloss inhaltlich unmittelbar an den Vorgängerworkshop an. Hier wurden zunächst die vom Forum Hochschule für den nationalen Aktionsplan konkret formulierten Zielsetzungen und Maßnahmen zur Umsetzung von BNE an Hochschulen vorgestellt. Basierend auf den unterschiedlichen Perspektiven der Teilnehmer wurden diese schließlich kritisch reflektiert, angepasst und ergänzt.

F2: Gelingensbedingungen für BNE in der Schule

Das Ziel des Workshops „Gelingensbedingungen für BNE in der Schule“ war es, derzeit bestehende Hemmnisse für die dauerhafte Verankerung von BNE im schulischen Bereich zu analysieren und mögliche Lösungsansätze und notwendige Schritte für eine erfolgreiche Implementierung zu diskutieren. Dabei wurden nach kurzen Inputs die bereits vom Forum Schule formulierten Handlungsfelder für den nationalen Aktionsplan geprüft und um konkrete Ziele und Maßnahmen erweitert.

G1: Nachhaltigkeit in der Beruflichen Bildung

Der Workshop G1 beschäftigte sich mit der Frage, wie nachhaltigkeitsorientierte Kompetenzentwicklung in der beruflichen Bildung strukturell verankert werden kann. Dabei ging es vor allem darum, beispielhaft vorgestellte Modellprojekte mit Ansätzen aus der Ordnungsarbeit zusammen zu bringen. Es wurde erörtert, inwiefern BNE sich formell in Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrpläne integrieren lässt, um auf dieser Grundlage inhaltlich und zielgruppenorientiert in die Berufsbildung mit einbezogen zu werden.

H1 und H2: Berufliches Lernen jenseits von Schule und Betrieb I und II

Im zweitägigen Workshop „Berufliches Lernen jenseits von Schule und Betrieb“ wurden mit Blick auf bestehende Projekte Räume und Möglichkeiten für non-formale Bildungsangebote mit Bezug zu nachhaltiger Entwicklung identifiziert. Diskutiert wurden in diesem Zusammenhang Zielgruppen, Methoden, Ansätze, Lernorte und Inhalte solcher Angebote, sowie Strategien zur Ansprache potenzieller Adressaten. Die Ergebnisse der Diskussion und Ideensammlung wurden schließlich den vom Fachforum Berufliche Bildung definierten Handlungsfeldern für den nationalen Aktionsplan zugeordnet

I1: BNE-Strategie für Kommunen

Im Workshop „BNE-Strategie für Kommunen“ wurde die tragende Rolle deutlich gemacht, die den Kommunen bei der Umsetzung von BNE und dadurch bei der Initiierung der angestrebten gesellschaftlichen Transformation zukommt. In Form von Kurzpräsentationen wurden erfolgreiche Beispiele kommunaler Strategien für BNE vorgestellt. Im Anschluss wurden Aufgaben und Möglichkeiten von Kommunen im Bereich BNE erörtert, sowie Erfolgskriterien und Unterstützungsbedarfe für die Umsetzung kommunaler Strategien diskutiert.

I2: SDGs als Grundlage der Bildungsarbeit in Kommunen

Der zweite Workshop, der sich mit dem Bereich Kommune beschäftigte, hatte die mögliche Verknüpfung von Sustainable Development Goals (SDGs) und BNE zum Thema. Anhand einiger Praxisbeispiele wurde die Umsetzung von SDGs in verschiedenen Kommunen dargestellt und es wurde diskutiert, wie diese Nachhaltigkeitsbestrebungen sinnvoll mit BNE Angeboten verbunden werden können. Eine Vielzahl von möglichen gegenseitigen Anknüpfungspunkten wurde identifiziert und der wechselseitige positive Effekt der Verbindung der beiden Ansätze herausgestellt.

J1 und J2: Driver of Change for Sustainability I und II

Der zweitägige Workshop „Driver of Change for Sustainability“ beleuchtete BNE als Schlüsselfaktor für nachhaltige Entwicklung aus internationaler Perspektive. Dabei wurde vor allem der Zusammenhang zwischen den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 (SDGs) der UN und den BNE Zielen des nationalen Aktionsplans herausgestellt und konkrete Anknüpfungspunkte herausgearbeitet. Das Potenzial international unterschiedlicher Zugänge und Umsetzungsweisen von SDGs und BNE wurde diskutiert und die globale Perspektive als integraler Bestandteil der nationalen BNE betont.

Videos Agendakongress 2016

 YouTube-Bloggerin "die Klugscheisserin"

Die Bloggerin erklärt anlässlich des Agendakongresses 2016, was Bildung für nachhaltige Entwicklung ist und wie jeder die Welt verbessern kann.

Videomitschnitte

Videos zu den Reden von Bundesministerin Johanna Wanka, Ministerin Sylvia Löhrmann, der Auszeichnungsverleihung und den beiden Podien finden Sie auf dieser Übersichtsseite.

Agendakongress 2017

Der nächste Agendakongress ist für November 2017 geplant. Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an unser Organisationsbüro unter kontakt[at]bne-agendakongress.de.