Gute Praxis

Deutschlandweit setzen sich Menschen für BNE ein. Jeder und jede kann einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und des Weltaktionsprogramms BNE in Deutschland leisten. Seit 2016 zeichnen das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission jährlich Kommunen, Lernorte und Netzwerke aus, die BNE besonders gelungen umsetzen und langfristig verankern. Wir stellen die Erfolgskonzepte von elf Ausgezeichneten vor.

Gelsenkirchen: Lernende Stadt

Gelsenkirchen muss sich als Stadt im Ruhrgebiet vielen Herausforderungen stellen. Die Kassen der Stadt sind nicht üppig gefüllt, es gibt eine hohe Arbeitslosigkeit und damit verbundene Armut. Den Problemen tritt Gelsenkirchen entschlossen entgegen. Der Rat der Stadt Gelsenkirchen hat die Chancen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung ermöglicht, schon früh erkannt. Bereits 1997 wurde einstimmig die Umsetzung der Agenda 21 beschlossen und dafür das aGEnda 21-Büro eröffnet.

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Neumarkt in der Oberpfalz: Vorbild in Sachen BNE

Neumarkt in der Oberpfalz ist eine Kommune mit Vorbildfunktion in Sachen Bildung für nachhaltige Entwicklung. Bereits 2002 verabschiedete der Stadtrat einen Beschluss, der gleichzeitig Auftakt zur Lokalen Agenda 21 und zur Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie war. Mit Erfolg – die bayerische Kommune wurde sowohl mehrfach während der UN-Dekade als auch im Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Neumarkt ist offizielle Fair Trade Stadt und erhielt 2012 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis.

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Klimahaus Bremerhaven 8° Ost: Mehr Bewusstsein und Klimaschutz

Seit seiner Eröffnung im Juni 2009 engagiert sich das Klimahaus Bremerhaven auf einer 11.500m² großen Ausstellungsfläche für BNE. Eine „Weltreise durch die Klimazonen der Erde” treten seine Besucher an, erforschen die kulturelle und biologische Vielfalt des blauen Planeten und untersuchen gleichzeitig die Hintergründe der Klimaveränderungen entlang des achten Längengrades Ost.

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Kompetenzzentrum für Nachhaltige Entwicklung in Tübingen

Die Universität Tübingen geht einen großen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Mit der Gründung des Kompetenzzentrums für Nachhaltige Entwicklung im Jahr 2013 hat sich die Universität als Standort für nachhaltige Entwicklung etabliert und setzt wichtige Impulse für die Förderung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der deutschen Hochschullandschaft.

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Spohns Haus: Nachhaltiges Schullandheim

Im saarländischen Gersheim steht das Ökologische Schullandheim Spohns Haus. Bis zu 70 Kinder können in den historischen Gebäuden ihre nachhaltigen Klassenfahrten oder Projektwochen verbringen. Immer geht es dabei um Bildung für nachhaltige Entwicklung. Seit der Eröffnung im Jahr 2005 ist das Leitbild von Spohns Haus, dieses Konzept umzusetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nachhaltiges Handeln leben.  

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Berufsbildende Schulen I Uelzen: Wir leben Nachhaltigkeit!

Bildung für nachhaltige Entwicklung an Berufsbildenden Schulen befähigt die Schüler zu verantwortungsbewusstem Handeln am Arbeitsplatz und vermittelt neben fundierten fachlichen Kenntnissen auch Kompetenzen des nachhaltigen Wirtschaftens. Entsprechend zieht sich Nachhaltigkeit wie ein roter Faden durch die Bildungsangebote der Berufsbildenden Schulen (BBS) I Uelzen. In der Umsetzung von BNE möchten die Schulen in der Region und darüber hinaus mit gutem Beispiel vorangehen.

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Hainberg-Gymnasium Göttingen: Schule nachhaltig denken

Interkulturelles und Umweltlernen, Demokratie, Menschenrechte und sogar ihre Fächer Erdkunde und Mathematik übergreifend unter dem Dach von Bildung für nachhaltige Entwicklung verbinden zu können, das schätzt Monika Kleineberg, die viele Jahre UNESCO-Koordinatorin des Hainberg-Gymnasiums in Göttingen war. Bereits seit 25 Jahren engagiert sich das Gymnasium für BNE, pflegt insbesondere auch internationale Kontakte und arbeitet projektorientiert. BNE so Kleineberg, ist für sie ein lebenslanger Lernprozess.

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KITA21: ausgezeichnete Lernorte für BNE

Über 200 Kindertageseinrichtungen in Hamburg und Südholstein dürfen ihre Eingangstüren mit einer ganz besonderen Plakette dekorieren: Sie sind KITA21. Das von der S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung entwickelte Netzwerk begleitet Krippen, Kindergärten und Horte bei der Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wenn sie erfolgreich sind, erhalten sie eine Auszeichnung und werden ins Netzwerk KITA21 aufgenommen.

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ANU Hessen: Netzwerk zum Schuljahr der Nachhaltigkeit

Sieben Umweltbildungszentren in Hessen wollten nicht länger Einzelkämpfer sein. Sie haben sich in einem Netzwerk zusammengeschlossen und führen gemeinsam das Schuljahr der Nachhaltigkeit durch. Mit erprobten Unterrichtseinheiten, Lehrerfortbildungen sowie intensiver Betreuung und Beratung bringen sie Bildung für nachhaltige Entwicklung an Grundschulen. Das Ziel: Am Ende der vierten Klasse weiß jedes Kind, was BNE bedeutet und wie es dementsprechend handeln kann.

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NHZ Thüringen: Koordination für ein starkes Netzwerk

Seit 2011 gibt es in Thüringen das landesweite Nachhaltigkeitszentrum (NHZ). Es ist u. a. Koordinator und Berater des landesweiten BNE-Netzwerks und Vermittler von Aktionen rund um das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung. Grundlage der Arbeit sind die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Auch die aktuellen Beschlüsse des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung bestimmen die Arbeit. Gefördert wird das NHZ aus Mitteln des Landes.

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netzwerk n e. V.: Pioniere des Wandels

Seit 2010 treiben verschiedene Studierendeninitiativen ihre Vision, Nachhaltigkeit an Hochschulen zu etablieren und auf die Wissenschaftspolitik einzuwirken, gemeinsam voran. Sie haben sich im Verein netzwerk n e. V. zusammengeschlossen und vernetzen sich seither bundesweit. Die engagierten Studierenden bringen die verschiedenen Akteure der deutschen Hochschullandschaft aus Lehre, Forschung, Betrieb und Governance zusammen und setzen gemeinsam zahlreiche Aktivitäten, wie etwa das Wandercoaching und eine Online-Plattform, um.

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Kommunen setzen sich für BNE ein

Kommunen sind Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung. Mobilität, Energie und sozialer Zusammenhalt werden maßgeblich von der kommunalen Ebene beeinflusst. Im Rahmen der didacta 2017 präsentieren sich vom 14.-18. Februar Kommunen, die sich besonders für BNE engagieren. Hier finden Sie die Kommunen im Kurzporträt.

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Weitere Beispiele

Hier finden Sie vier weitere Beispiele Guter BNE-Praxis. Das "Umweltbildungszentrum Licherode" in Hessen bietet Klassenfahrten mit bio-regionaler Vollverpflegung, Ferienfreizeiten, Seminare und Weiterbildungen an. Das "Netzwerk LeNa" setzt sich dafür ein, dass Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Ausbildung mehr lernen als Inhalte und Didaktik. Der Münchner Verein "Ökoprojekt MobilSpiel" bietet praktische Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche, qualifiziert Multiplikatoren und vernetzt Akteure der Nachhaltigkeitsbildung. Das Sozialunternehmens "rootAbility" verankert Nachhaltigkeit an Hochschulen, sein "Green Office Model" erhielt den UNESCO-Japan-Preis.

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