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Deutsche Post World Net und Stadt Bonn würdigen lokales Engagement für eine nachhaltige Entwicklung

19.06.08

Quelle: Presseamt der Bundesstadt Bonn

BildanfangLogo Stadt Bonn und Deutsche Post World NetBildende

Zum zweiten Mal haben die Deutsche Post World Net und die Stadt Bonn einen mit 5 000 Euro dotierten Umweltpreis verliehen. Die Preisträger wurden am 19. Juni im Post Tower von Dr. Winfried Häser, Abteilungsleiter Umweltstrategie und -politik im Konzern Deutsche Post World Net, und Stadtdirektor Dr. Volker Kregel geehrt. Den Umweltpreis 2007/2008 teilen sich mit je 2 500 Euro die Initiative Bonner Klimaschutz für ihr Projekt "Bonn schaltet um auf Solarkraft" und der ADFC Bonn/Rhein-Sieg mit seinem Kooperationspartner AOK Regionaldirektion Bonn für das Engagement der Förderung des Radverkehrs.

Dank des DHL Innovation Centers, dem in Troisdorf beheimateten Forschungszentrum des Konzerns Deutsche Post World Net, gab es in diesem Jahr zusätzlich einen mit 2 000 Euro dotierten Schulumweltpreis. Diesen teilen sich die Solarkochschule e.V. und die Realschule Medinghoven mit der Klasse 8b des Schuljahres 2007/2008. Darüber hinaus wurde dem Bonner General-Anzeiger für seine Serien "Vielfalt im Stadtwald" und "Klima im Wandel" eine besondere Anerkennung ausgesprochen.

"Bonn steht als deutsche UNO-Stadt für Umwelt und Entwicklung und als Ort des internationalen Dialogs zu Zukunftsthemen. Wie sehen uns daher in einer besonderen Verantwortung auch als Stadt des Klimaschutzes. Deshalb haben wir unter anderem ein neues Klimaschutzprogramm aufgelegt und die Förderung der Solarthermie eingeführt. Zusammen mit den Menschen werden wir den Umweltschutz in unserer Stadt weiter vorantreiben", betonte Stadtdirektor Dr. Volker Kregel bei der Preisübergabe.

"Als umsatzstärkstes Unternehmen in der Region ist sich die Deutsche Post World Net ihrer besonderen Verantwortung gegenüber der Umwelt hier vor Ort bewusst", so Dr. Winfried Häser, Abteilungsleiter Umweltstrategie und -politik bei der Deutschen Post World Net. "Daher freuen wir uns besonders, den Bonner Umweltpreis in Sachen Nachhaltigkeit unterstützen und begleiten zu dürfen." Dabei beschränkt sich das Umweltengagement der Deutschen Post nicht nur auf die Unterstützung regionaler Projekte. Auch in seinem eigenen Geschäft und in Bezug auf die Leistungen, die Subunternehmer für die Deutsche Post World Net erbringen, hat sich der weltweit führende Logistikkonzern vorgenommen, die CO2-Effizienz bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent zu verbessern.

Der Umweltpreis soll Anreiz sein für mehr Engagement bei Themen, die sowohl der Stadt als auch dem Unternehmen wichtig sind: Klimaschutz, Naturschutz, Ressourcenschonung, Energie- und Mobilitätsbewusstsein. Er wird alle zwei Jahre vergeben.

Bei der Preisverleihung im Post Tower stellte Stadtdirektor Dr. Volker Kregel die gewürdigten Projekte vor:
Initiative Bonner Klimaschutz e.V.
Die Initiative will einen Beitrag zum Klimaschutz und zum Erhalt einer lebenswerten Umwelt leisten, indem sie Bürger und Unternehmen dabei unterstützt, eine Anlage zur regenerativen Energieerzeugung zu errichten oder zu betreiben. Darüber hinaus möchte sie das Bewusstsein über die wirtschaftliche Attraktivität und den ökologischen Nutzen erneuerbarer Energien fördern. Das Ziel des ersten Projektes "Bonn schaltet um auf Solarkraft" ist die Errichtung von 33 Solaranlagen, die den Strom für 220 Haushalte erzeugen können.

ADFC Bonn/Rhein-Sieg mit Kooperationspartner AOK Regionaldirektion Bonn
Der ADFC-Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg und die Regionaldirektion Bonn der AOK Rheinland/Hamburg fördern seit einigen Jahren den Radverkehr in Bonn. Sie setzen sich für eine nachhaltige Mobilität ein, die ressourcen- und klimaschonend ist. Hauptbewerbungsprojekt ist die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis 2006 und 2007. Im vergangenen Jahr beteiligten sich mehr als 1 000 Personen, die mehrere Wochen lang mit dem Rad zur Arbeit fuhren.

Solarkochschule e.V.
Ziel der Kampagne "Solarkochen macht Schule" ist es, die Vorteile des von herkömmlichen Energieträgern unabhängigen Sonnenkochers zunächst hierzulande bekannt zu machen. Mit der kostenlosen Übergabe der Geräte an die Schulen soll diesen ermöglicht werden, sich weiter zu engagieren und dazu beizutragen, dass Solarkocher in Afrika verstärkt zum Einsatz kommen. Der Verein möchte allen interessierten Bonner Schulen bei einem Aktionstag mit einem afrikanischen Referenten einen Solarkocher übergeben. Bisher haben sich schon mehr als 40 Schulen gemeldet. Mit dem Schwerpunkt Solarkochen verfolgt die Solarkochschule vielfältige Lerneffekte. Die Schüler sollen globale entwicklungspolitische Zusammenhänge verstehen und Handlungsalternativen kennen lernen. Die beiden Elemente Umweltschutz und Entwicklungszusammenarbeit können über die Thematik der Solarenergie optimal verzahnt werden.

"Switch off" Theaterstück der Klasse 8 b der Realschule Medinghoven
Nach dem Erfolg eines ersten selbst geschriebenen Theaterstückes zum Thema "Gewalt unter Jugendlichen" schrieb die Klasse 8 b des Schuljahres 2007/2008 der Realschule Medinghoven mit "Switch off" ein Stück, das sich mit den Auswirkungen der globalen Erwärmung auseinandersetzt. Parallel dazu beschäftigen sich die Schüler im Unterricht mit dem Klimawandel. In sieben Szenen werden Ursachen und Auswirkungen dargestellt, des weiteren gibt es konkrete Verbrauchertipps. Das Stück wurde parallel zur UNO-Naturschutzkonferenz im Mai gespielt; in Planung befinden sich weitere Aufführungen.

"Vielfalt im Stadtwald" und "Klima im Wandel" Berichterstattung des Bonner General-Anzeigers
Um die Bonner Bürgerinnen und Bürger auf die UNO-Naturschutzkonferenz vorzubereiten, berichtete der General-Anzeiger in enger Abstimmung mit dem Amt für Stadtgrün in einer 16-teiligen Serie über die biologische Vielfalt im Bonner Wald. Dabei hat sich die Serie nicht ausschließlich auf die Waldgebiete beschränkt, sondern einen Überblick über die wertvollen Schutzgebiete in Bonn gegeben. Aus dieser Serie entstand zudem eine Ausstellung. Bei der Artikelreihe "Klima im Wandel" handelt es sich um eine fundierte allgemeinverständliche Berichterstattung mit Vermittlung von Hintergrundwissen und Zusammenhängen.

Der Bonner Umweltpreis ist eine Auszeichnung für freiwillig erbrachte beispielhafte Leistungen in der Stadt Bonn. Die gewürdigten Leistungen sollen zum einen das Interesse an der lokalen Agenda 21 wecken und zum anderen einen Anreiz zur Nachahmung schaffen. Eine dreiköpfige Jury, der Prof. Dr. Edda Müller, Dr. Monika Wulf-Mathies (Leiterin des Zentralbereichs Politik und Nachhaltigkeit im Konzern Deutsche Post World Net) und Stadtdirektor Dr. Volker Kregel angehören, hat die Preisträger aus 23 Bewerbungen ausgewählt.


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