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Deutsche Welle startet Online-Reihe über Bildung für nachhaltige Entwicklung 

17.07.12

BildanfangLogo der Deutschen Welle© Deutsche WelleBildende

Eine neunteilige Serie der Deutschen Welle Online beschäftigt sich mit Bildung für nachhaltige Entwicklung und stellt ausgezeichnete Dekade-Projekte vor. Im Interview zum Start der Reihe weist der Vorsitzende des Deutschen Nationalkommitees zur UN-Dekade, Gerhard de Haan, darauf hin, dass eine Dekade nicht ausreicht, um alle Ziele zu verwirklichen.

Zukunftsforscher de Haan erklärt im Gespräch mit der Deutschen Welle Sinn und Fortschritt der UN-Weltdekade. Er stellt auch fest, dass ein internationaler Konsens darüber besteht, dass die Arbeit der Dekade über 2014 hinaus fortgesetzt werden muss, auch wenn nicht feststehe, in welcher Form. Selbst in Deutschland, einem Vorreiterland der Dekade, seien die meisten Akteure davon überzeugt, nur einen Teil des Weges gegangen zu sein. Dennoch verweist de Haan stolz auf die bisher geleistete Arbeit. Allein die beeindruckende Zahl von 1.500 ausgezeichneten Projekte sei ein Hinweis auf den Erfolg der Dekade. Im weiteren Verlauf der Serie stellt die Deutsche Welle im Wochenrhythmus eben solche Projekte vor.

Die in der Reihe vorgestellten Projekte:


Klimobil - Umweltbildung unterwegs (12.07.)

Seit 2008 tourt das sogenannte Klimobil durch die Städte und Dörfer Nordbayerns: eine Art rollender Experimentierkasten, der abstrakte Schlagworte wie Nachhaltigkeit, Klimawandel oder Energiewende mit Leben füllen und konkret erfahrbar machen soll.

Wasser erleben - Kita 21 (19.07.)

"Save our Future" trägt Nachhaltigkeitsthemen bereits in die Kindergärten. Spielerisch wird bei Kindern ein Bewusstsein für diese Themen geweckt. In diesem Jahr wurde das Hamburger Projekt KITA21 von der Deutschen Unesco-Kommission erneut ausgezeichnet.

Forum zum Austausch zwischen den Kulturen (26.07.)

Auf Tropenhölzer verzichten, keine giftigen Klebstoffe verwenden - das gehört an Berufsschulen mittlerweile zum Standard. Doch in der Hamburger Gewerbeschule G 6, an der Holztechnik, Farbtechnik und Raumgestaltung unterrichtet werden, definiert man den Begriff Nachhaltigkeit weiter. Dem Verein der Schule "Forum zum Austausch zwischen den Kulturen" geht es um mehr als Ressourcenschonung und Energieeffizienz.

STUBE - Kunst für Straßenkinder und Bildung mobil (02.08.)

Bundesweit bietet die Initiative Seminare zu den Themen wie Umwelt, Migration, Globalisierung und Bildung an. Jährlich nehmen bis zu 3.000 Studierende an den Programmen teil. Ein STUBE-Projekt-Wochenende befasste sich kürzlich mit dem Thema "Kunst für Straßenkinder und Bildung mobil".

Solarprojekt Freilassung e.V. (09.08.)

Eine grüne Solarlampe, die der Berufsschullehrer Siegfried Popp mit seinen Berufsschülern, Industriemechanikern im dritten Lehrjahr, vor gut 15 Jahren entwickelt hat, war ursprünglich nur für die Freilassinger Partnergemeinde Mpwapwa in Tansania bestimmt. Inzwischen hat der Verein Solarprojekt Freilassing e.V. über 12.000 Lampen "Solar 2000" in rund 30 Länder der Erde geliefert.

Living Lakes (16.08.)

Seen gehören zu den wichtigesten Lebensräumen der Erde und sind besonders bedroht. Dieses Problem will das Netzwerk "Lebendige Seen Deutschland" angehen, das zum weltweiten Netzwerk "Living Lakes" zählt. Knapp hundert Mitglieder-Seen aus fünf Kontinenten zählen zum Netzwerk. Seit 2006 wurde das Projekt "Living Lakes" für seine Arbeit bereits viermal als Offizielles Projekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet.

Etudes sans Frontieres - Studieren ohne Grenzen (23.08.)

"Studieren ohne Grenzen" ist Name und Ziel eines Vereins von Studentinnen und Studenten in Deutschland. 2006 wurde der Verein gegründet, heute ist er in 13 Städten bundesweit vertreten. Die Mitglieder unterstützen Hilfs- und Stipendienprogramme im Kongo, Afghanistan und Tschetschenien. So konnte der Verein zum Beispiel 10 Stipendiaten im Kongo ein Studium ermöglichen.

Radijojo - Radio international aus Berlin (30.08.)

Radijojo macht nicht-kommerzielles Radioprogramm von Kindern für Kinder. Vor zehn Jahren startete Radijojo als Stadtteilprojekt im Berliner Stadtteil Wedding. Heute beteiligen sich Kinder und Jugendliche aus 100 Ländern an dem Projekt. Zielgruppe: die Zwei- bis 18-Jährigen. Radijojo sendet meist vorproduzierte Formate im Internet. Kinder sollen dadurch Medienkompetenz und interkulturelle Kompetenz erlangen, sprachlich fit werden und ein größere Wissen von der Welt bekommen.

Zum Interview mit Gerhard de Haan
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