Bundestagsabgeordnete zum Beschluss, Bildung für nachhaltige Entwicklung langfristig zu sichern
02.07.12
© Deutscher Bundestag/Simone M. NeumannBildende
Die Förderung von Folgeaktivitäten zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005 – 2014) soll eingeleitet werden. Dies beschloss der 17. Deutsche Bundestag in seiner 175. Sitzung am 26. April 2012. Eine Zusammenstellung von Ausschnitten aus Redebeiträgen von Abgeordneten der verschiedenen Fraktionen.
Ulla Burchardt (SPD):
"Bildung für nachhaltige Entwicklung soll darüber hinaus bei der internationalen Kooperation Deutschlands und in der Entwicklungszusammenarbeit stärker in den Vordergrund rücken. (…)
Gerade in Deutschland wurde die UN-Dekade vorbildlich umgesetzt (…)
Wir fordern, die Leitidee der Nachhaltigkeit in allen Bildungsbereichen zu verankern. Gelänge dies, wäre das für das Bildungsangebot wie die Bildungspraxis in Deutschland ein qualitativer Meilenstein."
Anette Hübinger (CDU/CSU):
"Mit dem Konzept der UNESCO 'Bildung für nachhaltige Entwicklung' und unserem unterstützenden Antrag wollen wir die Zukunft unseres Landes, sogar der ganzen Welt prägen. Das sind ohne Zweifel große Worte und große Erwartungen. Wer sich aber keine hohen Ziele steckt, kann diese erst gar nicht erreichen. (…)
Die deutsche Umsetzung gilt im internationalen Vergleich als vorbildlich bzw. modellhaft. Ein Grund dafür ist, dass viele Akteure hinter dem Konzept stehen. Ein besonderes Lob möchte ich an die Deutsche UNESCO-Kommission richten, die die vielfältigen Maßnahmen in Deutschland koordiniert."
Angelika Brunkhorst (FDP):
"Deutschland hat sich damit zu Recht, auch aus internationaler Sicht, zum Vorzeigeland für die Umsetzung der UN-Dekade entwickelt. Bildung für nachhaltige Entwicklung erhöht die Bildungsqualität und führt dazu, dass gerade Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Schichten besser integriert werden. (…)
Daher ist eine Verankerung von nachhaltigkeitswirksamen Themen in der gesamten Bildungskette von essenzieller Bedeutung: von der Kita, den Schulen, den Berufsschulen, den Universitäten bis zu den Erwachsenenbildungseinrichtungen (…)
Die Abschlusserklärung der UNESCO-Weltkonferenz in Deutschland vom Frühjahr 2009 hat gezeigt, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung immer mehr als nationales und auch internationales Handlungsfeld akzeptiert wird und einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Bildungsqualität leistet. (…)
Hier gilt es, die Vorbildfunktion Deutschlands zu nutzen und gezielt das Thema global weiter auszubauen und zu festigen."
Kai Gehring (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
"Denn die BNE ist für den gesamten Bereich der Nachhaltigkeit eine Art 'Schlüsselkatalysator'. Und das gilt auch für die Bildung in Deutschland. Wir halten es für notwendig, dass darüber hinaus alle Ressorts gefordert sind, BNE sowohl in ihren nationalen Strategien zu verankern als auch sich international für ihre Sicherung, Verstetigung und Umsetzung starkzumachen."
Axel Knoerig (CDU/CSU):
"Man sieht: Es gibt vielfältige Möglichkeiten, 'Bildung für nachhaltige Entwicklung' umzusetzen. Hauptsächlich kommt es aber darauf an, künftige Generationen auf neue Herausforderungen vorzubereiten. Ich fordere deshalb alle bildungspolitischen Akteure im Hohen Haus auf, sich angesichts der erfolgreichen Bilanz des deutschen Aktionsplans für eine Fortsetzung von 'Bildung durch nachhaltige Entwicklung' ab 2015 einzusetzen."
Sylvia Canel (FDP):
"BNE unterstützt Gesellschaften beim Umgang mit verschiedenen Handlungsfeldern und Themen, darunter Wasser, Energie, Klimawandel, Katastrophenvorsorge, Verlust der Artenvielfalt, Nahrungsmittelkrisen, Gesundheitsgefährdungen, soziale Verwundbarkeit und Unsicherheit. Sie ist entscheidend für die Entwicklung neuen ökonomischen Denkens."
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