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Rio+20-Gipfel erkennt Schlüsselrolle der Bildung für nachhaltige Entwicklung an 

28.06.12

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Viele Kritiker sind sich einig, dass die auf dem UNO-Gipfel in Rio erzielten Vereinbarungen nicht weitreichend genug sind. Das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung stieß jedoch auf breite Anerkennung und wurde auch im Abschlussdokument erwähnt.

Im Kapitel V des Abschlussdokuments von Rio+20, das den Rahmen für zukünftige Aktivitäten festlegt, sind mehrere Abschnitte ganz dem Bildungsbereich gewidmet. Daraus geht hervor, dass BNE weitere Verbreitung finden soll. Die Vereinten Nationen rufen ihre Mitgliedstaaten dazu auf, mit Folgeaktivitäten zur UN-Dekade zur Bildung für nachhaltige Entwicklung das Thema aktiver in den Bildungsbereich hineinzutragen. BNE soll schon in der Schulbildung vermittelt werden, um die Menschen darauf vorzubereiten, nachhaltige Entwicklung mitzutragen. Aber auch außerhalb der Schulsysteme sollen Mitgliedsstaaten die Programme, die der UN-Dekade BNE zugeordnet sind, weiter unterstützen. Damit sollen sie zu einem gesteigerten Bewusstsein über nachhaltige Entwicklung bei jungen Menschen beitragen.

Bildungsinstitutionen besonders gefordert

Eine wichtige Rolle weist der Text den Bildungsinstitutionen zu. Sie sollen nachhaltige Ideen in ihren Einrichtungen und ihren Kommunen fördern. Besonders hervorgehoben wird, wie wichtig die Aktivierung von Lehrpersonal, Lernenden und lokalen Partnern ist. Hochschulen in Entwicklungsländern werden dazu aufgefordert, Forschung und Innovationen zu nachhaltiger Entwicklung zu forcieren. Sie sollen ihre Länder dabei unterstützen, die jeweiligen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Gleichzeitig wurde in Rio die "Higher Education Sustainability Initiative" gestartet. Fast 250 Hochschulen aus aller Welt machten in diesem Zusammenhang bereits freiwillige Zusagen, Management und Lehre nachhaltig auszurichten.

Führungsrolle der UNESCO anerkannt

Die Führungsrolle der UNESCO im Bereich Bildung und speziell Bildung für nachhaltige Entwicklung fand breite Anerkennung, auch bei  Akteuren wie Jeffrey Sachs. Der Direktor des Earth Institute der Columbia University war Gast des gut besuchten Side Events “Education for a Sustainable Future” (Ausbilden für eine nachhaltige Zukunft) der UNESCO bei dem auch Generaldirektorin Irina Bokowa anwesend war. Die Teilnehmer zeigten erhebliches Interesse am letzten UNESCO-Bericht über die UN-Dekade.

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Zum Abschlussdokument


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