Lenelis Kruse-Graumann erhält B.A.U.M.-Umweltpreis
05.06.12
© DUK/Danetzki Bildende
Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.) hat Prof. Dr. Lenelis Kruse-Graumann, Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission, den B.A.U.M.‐Umweltpreis verliehen. Sie wird für ihre langjährigen Verdienste um ein nachhaltiges Umweltmanagement geehrt. Die Preisverleihung fand am 5. Juni 2012 in Berlin im Rahmen der 20. Jahrestagung der Umweltinitiative B.A.U.M. statt.
B.A.U.M. verbindet seit 1984 ökonomische, ökologische und soziale Fragen und fördert eine nachhaltige Entwicklung. Mit rund 600 Mitgliedern ist B.A.U.M. die größte Umweltinitiative der Wirtschaft in Europa. Mit dem Umweltpreis zeichnet B.A.U.M. e.V. engagierte Persönlichkeiten aus, die das Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement verantworten und operativ umsetzen. Prof. Dr. Lenelis Kruse-Graumann erhält den diesjährigen B.A.U.M.-Umweltpreis in der Kategorie "Wissenschaft".
Das Thema "Nachhaltigkeit" in all seinen Facetten liegt Prof. Dr. Lenelis Kruse-Graumann, Professorin für Psychologie an der Universität Heidelberg, seit Jahren am Herzen. Seit mehr als 20 Jahren gibt sie durch ihr herausragendes Engagement für Nachhaltigkeit entscheidende Anstöße in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. 1992 bis 2000 war sie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen und von 1998 bis 2001 Mitglied im Kuratorium des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung. Aktuell ist sie stellvertretende Vorsitzende des Nachhaltigkeitsbeirats Baden-Württemberg und hat den Vorsitz des Internationalen Wissenschaftlichen Beirats des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie inne.
Seit 1996 ist Prof. Dr. Lenelis Kruse-Graumann Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK). Sie hat sich in unterschiedlichen Gremien und Projekten der DUK für die internationale Zusammenarbeit im Umwelt- und Naturschutz engagiert und für den Wandlungsprozess hin zu einer nachhaltigen Entwicklung in Wissenschaft und Gesellschaft eingesetzt. Von 2000 bis 2008 war sie Vorsitzende des Fachausschusses Wissenschaften und Mitglied des Vorstands der Deutschen UNESCO-Kommission.
Ihr Engagement für die Ziele der UNESCO begann jedoch schon früher: Seit 1985 ist sie Mitglied des Deutschen Nationalkomitees für das UNESCO-Programm "Der Mensch und die Biosphäre" (MAB). Zu dieser Zeit lag der Fokus des MAB-Programms auf der internationalen Forschungszusammenarbeit in den Naturwissenschaften. Schon früh insistierte sie, die Umweltbildung in das MAB-Programm zu integrieren und das Programm im Sinne der Nachhaltigkeitsidee weiterzuentwickeln. Heute sind die 15 deutschen UNESCO-Biosphärenreservate Modellregionen, die Umweltschutz, Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung zusammenzubringen.
Lenelis Kruse-Graumann hat darüber hinaus auf vielfältige Weise zur Umsetzung der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Deutschland beigetragen. Seit 2004 ist sie stellvertretende Vorsitzende des Nationalkommittees der UN-Dekade, die die Vereinten Nationen für die Jahre 2005 bis 2014 ausgerufen haben. Ziel der Dekade, die von der UNESCO koordiniert wird, ist es, das Leitbild nachhaltiger Entwicklung weltweit in den Bildungssystemen zu verankern.
Für einen nachhaltigen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft bedarf es nicht nur technischer Lösungen. Es geht auch um die Identifizierung und Veränderung nicht-nachhaltiger Verhaltensweisen und der ihnen zugrundeliegenden Werte und Gewohnheiten. Hierzu trägt die Umweltpsychologie in erheblichem Maße bei. Prof. Kruse-Graumann gehört zu den Begründerinnen und ausgewiesenen Expertinnen dieser Disziplin und hat durch ihre vielfältigen Tätigkeiten dazu beigetragen, dass die Erkenntnisse der Umweltpsychologie in politisches Handeln Eingang finden.
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