BNE-Portal: S.O.F. Save Our Future - Umweltstiftung

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S.O.F. Save Our Future - Umweltstiftung

KITA21 - Die Zukunftsgestalter
Bildungsbereich: Elementarbereich
Maßnahme Nr. 68

Ziele
Ziel des Unterstützungs- und Auszeichnungsverfahrens "KITA21 - Die Zukunftsgestalter" ist die Initiierung, Förderung und Verstetigung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Elementarbereich. KITA21 fördert Kindertageseinrichtungen bei der Einführung, systematischen Verankerung und kontinuierlichen Weiterentwicklung von BNE in der Bildungsarbeit und zeichnet sie aus.
Die Auszeichnung KITA21 soll als Anreiz dienen und als Siegel für gute Bildungsarbeit im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung von der Öffentlichkeit (v.a. Eltern und Pädagogen/innen) wahrgenommen werden. Darüber hinaus hat KITA21 das Ziel die allgemeine Öffentlichkeit über die Bedeutung von BNE im Elementarbereich zu informieren.
Nach dem erfolgreichen Start in der Modellregion Hamburg soll das Verfahren KITA21 in den nächsten zwei Jahren auch in den NUN-Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein etabliert werden. Langfristig wird eine Ausweitung des Unterstützungs- und Auszeichnungsverfahrens auf weitere Bundesländer angestrebt.

Ausgangssituation
Kindertageseinrichtungen sind wichtige Akteure, wenn es um die Förderung der Kompetenzen der Kinder für die Mitgestaltung unserer Zukunft geht. Die Praxis macht jedoch deutlich, dass Ziele, Inhalte und Bedeutung der BNE nur in verhältnismäßig wenigen Kitas bekannt sind. Die Berücksichtigung oder gar gezielte Verankerung des Leitbildes der BNE in den Einrichtungen findet nur sehr vereinzelt statt. Von vielen Einrichtungen wird befürchtet, dass aus der Auseinandersetzung mit BNE neue Anforderungen an die Einrichtungen resultieren, die neben Qualitätsentwicklung , der Umsetzung von Bildungsplänen und personellen Engpässen zusätzlich zu bewältigen sind.
Zur Förderung von BNE im Elementarbereich muss den Einrichtungen die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von nachhaltiger Entwicklung vermittelt werden und es muss ihnen die Angst genommen werden, dass es sich bei BNE weniger um eine große zusätzliche Aufgabe handelt, sondern vielmehr um einen Perspektivenwechsel mit lebensnahen inhaltlichen Schwerpunkten und Arbeitsweisen. Um zu erreichen zu erreichen, dass die Kitas sich mit BNE auseinandersetzen und das Konzept systematisch verankern, bedarf es konkreter Anreize. Das Unterstützungs- und Auszeichnungsverfahren KITA21 soll so ein Anreiz sein.

Entwicklungsschritte und Akteure
Das KITA21-Projektteam unterstützt Kindertageseinrichtungen bei der Implementierung von nachhaltiger Entwicklung in ihre Bildungsarbeit durch ein dreitägiges KITA21-Fortbildungsprogramm, regelmäßig stattfindende KITA21-Treffen mit Austauschmöglichkeiten, individuelle Beratung, Vernetzung mit anderen Akteuren, Vermittlung von Lernorten und Bildungspartnern sowie Materialangebote.
Gute Bildung für nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich sollte gewürdigt werden. Deshalb vergibt die KITA21-Auszeichnungsjury das Siegel KITA21 an Kindertageseinrichtungen, die erfolgreich BNE umgesetzt haben. Im Rahmen einer feierlichen KITA21-Auszeichnungsveranstaltung mit prominenten Vertretern der Öffentlichkeit erhalten die BNE-Kitas eine Urkunde, eine Plakette für den Außenbereich und ein Logo für die eigene Öffentlichkeitsarbeit, die sie als KITA21 ausweisen. Die Auszeichnung gilt immer für ein Jahr und kann stetig erneuert werden.
KITA21 schafft weitere Anreize, indem es eine intensive projektbegleitende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Durch Artikel in den allgemeinen Medien und der Fachpresse, das KITA21-Informationssystem im Internet oder den Newsletter informiert KITA21 über Kindertageseinrichtungen, die sich in der Bildung für nachhaltige Entwicklung engagieren.
Das Unterstützungs- und Auszeichnungsverfahren KITA21 wurde von der S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung initiiert und in Kooperation mit dem Institut für Integrative Studien der Leuphana Universität Lüneburg entwickelt. Die Umsetzung des Modellprojekts in Hamburg fand in Kooperation mit den beteiligten Behörden, Kita-Trägern und –Verbänden statt. Finanziell wurde die Modellphase von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert.
KITA21 hat sich in Hamburg gut etabliert. Das Verfahren hat sich in der Modellregion bewährt, insbesondere die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren hat KITA21 zum Erfolg geführt. Dementsprechend soll die bisherige Vorgehensweise bei der Ausweitung des Unterstützungs- und Auszeichnungsverfahrens KITA21 auf weitere Bundesländer übernommen werden. Die S.O.F. wird das Verfahren weiterhin koordinieren und organisieren und führt bereits erste Gespräche hinsichtlich der Ausweitung auf die NUN-Länder.

Überprüfungskriterien
Vor allem für die hinzukommenden Bundesländer: Welche Bündnispartner (Behörden, Träger, Verbände, weitere Akteure) werden erreicht? Hat sich die Zusammenarbeit intensiviert? Ist das Interesse gestiegen?
Wie viele Erzieher/innen schließen sich dem Unterstützungsverfahren an? In wie vielen Kitas sind Projekte umgesetzt worden? Wie ist die Tendenz der Teilnehmerzahlen über die Jahre?
Was bewirken die KITA21-Projekte in den Einrichtungen? Führen sie zu Verhaltensänderungen? Gelingt es, BNE in den Einrichtungen zu verstetigen?
Werden die Kriterien der BNE erfolgreich umgesetzt? Wie groß ist der Anteil der als „KITA21“ ausgezeichneten Kitas?
In welchem Maße wird die Öffentlichkeit erreicht? Kann das Thema noch weiter in die Breite / Tiefe getragen werden?


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