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Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

"weltwärts" - entwicklungspolitischer Freiwilligendienst
Bildungsbereich: Außerschulische Weiterbildung
Maßnahme Nr. 63

Ziele
Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst "weltwärts" beginnt im Jahr 2008 und ermöglicht jungen Menschen zwischen 18 und 28 Jahren einen 6- bis 24-monatigen Aufenthalt in einem Entwicklungsland. Unter dem Motto "Lernen durch tatkräftiges Helfen" versteht sich "weltwärts" als Lerndienst, der das Engagement für die Eine Welt nachhaltig fördert. Durch den Freiwilligendienst sollen deutliche Impulse für die entwicklungspolitische Inlandsarbeit gesetzt und ein effizienter Beitrag zur Bildungsarbeit im Sinne des Globalen Lernens geleistet werden. Mit dem neuen Programm sollen verstärkt junge Frauen erreicht werden. Die Zulassungskriterien für die Freiwilligen sind möglichst niedrig gehalten, sodass neben Abiturient/innen gezielt Haupt- und Realschüler/innen mit Berufsausbildung angesprochen werden.

Ausgangssituation
Das Interesse von jungen Menschen an einer freiwilligen Arbeit in Entwicklungsländern ist sehr groß. Aus gesellschaftspolitischer Sicht ist es zu begrüßen, dass sich junge Menschen in Entwicklungsländern engagieren und internationale Erfahrungen und Qualifikationen sammeln, die für ihre berufliche Orientierung hilfreich sind. Bis zum jetzigen Zeitpunkt übersteigen die Anfragen bei weitem die Möglichkeiten eines freiwilligen Einsatzes. Die bisher von privaten Trägern aus Eigenmitteln angebotenen Freiwilligendienste sind häufig mit hohen Kosten für die Freiwilligen verbunden. Auch einkommensschwächere junge Menschen sollen sich international engagieren können. Insbesondere sollen junge Frauen angesprochen werden, da für sie keine Fördermöglichkeiten nach dem Zivildienstgesetz bestehen.

Entwicklungsschritte und Akteure
"weltwärts" wird zu einem Großteil vom BMZ finanziert und von einer Vielzahl gemeinwohlorientierter Entsendeorganisationen, in enger Zusammenarbeit mit ihren Projektpartnern durchgeführt. Die Auswahl der Freiwilligen erfolgt durch die Entsendeorganisationen.
Sie gewährleisten in insgesamt 25 Tagen (Vor-, Zwischen- und Nachbereitungsseminare) eine intensive fachlichpädagogische Begleitung der Freiwilligen. Das "weltwärts"-Sekretariat übernimmt technisch-administrative Aufgaben und berät die Freiwilligen und die Entsendeorganisationen. Grundlage für „weltwärts“ ist die abgestimmte "Richtlinie zur Umsetzung des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes 'weltwärts'" vom 1. August 2007. Offizieller Beginn des Programms ist im Januar 2008. Während der dreijährigen Einführungsphase (2008-2010) wird das Programm kontinuierlich weiterentwickelt.

Überprüfungskriterien
Haben bei den Freiwilligen Lernprozesse im Sinne des globalen und interkulturellen Lernens stattgefunden?
Haben die Freiwilligen Kenntnisse über globale Zusammenhänge und entwicklungspolitische Themen erworben, die sie in der Rückkehrerarbeit in Deutschland weitertragen können?
Sind die Rückkehrer/innen tatsächlich bereit, sich in Deutschland tatkräftig zu engagieren und ihre Erfahrungen einzubringen?
Wie viele Freiwillige konnten zu solchem Engagement motiviert werden?
Konnten mit "weltwärts" mehr Frauen erreicht werden als mit bisherigen Freiwilligendienstprogrammen?
Wurden stärker als bisher junge Menschen mit Berufsausbildung erreicht?
Konnte in den Partnerprojekten ein Mehrwert im Sinne des interkulturellen Lernens ermöglicht werden?


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