Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL)
Bildungsbereich: Bildungsbereiche übergreifend
Maßnahme Nr. 49
Ziele
Ziel des Bundesprogramms ist es, die Rahmenbedingungen für die Erzeugung und Verarbeitung ökologischer Lebensmittel in Deutschland deutlich zu verbessern und zu einem nachhaltigen und gleichgewichtigen Wachstum des Öko-Sektors beizutragen. Aufbauend auf der Identifikation von Problemen und Entwicklungspotenzialen sollen durch ein Bündel von Maßnahmen gezielt Wachstums- und Entwicklungshemmnisse abgebaut und überwunden werden; zentral sind dabei bildungspolitische Aspekte wie Aufklärungs- und Informationsmaßnahmen, Wissenstransfer sowie Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.
Ausgangssituation
Aufgrund seiner besonderen Umweltleistungen gilt der ökologische Landbau als eine besonders nachhaltige Form der Landbewirtschaftung. Die Steigerung des Anteils der ökologisch bewirtschafteten Fläche ist daher unter anderem auch als Ziel in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung verankert.
Als zentrale Wachstumshemmnisse wurden in erster Linie Informations-, Wissens- und Erfahrungslücken der Wirtschaftsbeteiligten entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie ihre geringe Vernetzung identifiziert. Mit der Förderung spezieller, zielgruppenorientierter Informations- und Aufklärungsmaßnahmen einerseits sowie von praxisorientierten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und Vorhaben zum Wissenstransfer andererseits
sollen diese Defizite überwunden werden.
Entwicklungsschritte und Akteure
Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau wurde in 2002 aufgelegt.
Mit der Umsetzung und Durchführung des Programms wurde die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung beauftragt.
Im Mittelpunkt des Programms steht die Unterstützung von Schulungs-, Aufklärungs- und allgemeinen Maßnahmen zur Information über den ökologischen Landbau und seine Erzeugnisse. Die Maßnahmen richten sich sowohl an Wirtschaftsakteure in Erzeugung, Verarbeitung und Handel als auch an Kinder, Jugendliche und erwachsene Verbraucherinnen und Verbraucher. Einbezogen werden ferner auch Multiplikator/innen in Institutionen (z. B. Vorschulen,
Schulen und Weiterbildungsinstitutionen) und Verbände (z. B. Wirtschafts-, Verbraucher-, Umwelt-, Naturschutzverbände).
So werden beispielsweise eine Vielzahl von methodisch aufbereiteten Informationsmaterialien über Bio-Produkte für den Einsatz in allgemeinbildenden Schulen, in einschlägigen Berufs- und Fachschulen sowie in der Weiterbildung entwickelt und den Bildungseinrichtungen u. a. über das Internet zur Verfügung gestellt. Für Kinder und Jugendliche findet ferner alljährlich ein Schülerwettbewerb statt. In speziellen Veranstaltungen und Workshops erhalten zudem Verpflegungsverantwortliche, insbesondere in Kindertagesstätten und Ganztagsschulen, die Möglichkeit, sich mit Fragen der gesunden Ernährung sowie den Möglichkeiten zur Integration von Bio-Produkten in die Ernährungsplanung auseinanderzusetzen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Programms liegt auf der Forschungsförderung und der Entwicklung neuer Technologien sowie dem Transfer der Kenntnisse und Erfahrungen in die Praxis.
Überprüfungskriterien
Sind die Informationsmaterialien über Bio-Produkte für den Einsatz in allgemeinbildenden Schulen, Berufs- und Fachschulen aktualisiert worden?
In welchem Umfang werden die Informationsmaterialien genutzt (Besucher der Homepage)?
Hat der jährliche Schülerwettbewerb unter großer Beteiligung von Schülern stattgefunden?
Sind Workshops zu gesunder Ernährung zur Fortbildung von Verpflegungsverantwortlichen in der Außer-Haus-Verpflegung mit guter Resonanz durchgeführt worden?
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