BNE-Portal: Virtuelles Wasser versteckt im Einkaufskorb

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Virtuelles Wasser versteckt im Einkaufskorb

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Die Deutschen sind Weltmeister im Wassersparen. Dank sparsamer Armaturen, optimierter Haushaltsgeräte und bewussterem Verbraucherverhalten ist der tägliche Haushaltswasserbedarf in Deutschland auf weniger als 130 Liter pro Person zurückgegangen. Doch ist dies nur ein sehr geringer Teil unseres tatsächlichen Wasserverbrauchs. Der liegt um ein Vielfaches höher – bei mittlerweile 4.000 Litern pro Person und Tag!

Diese Wassermenge ist erforderlich, um all die Waren zu produzieren, die wir täglich brauchen, vom Mikrochip bis zur Tasse Kaffee. Für dieses in Produkten gleichsam versteckte Wasser wurde der Begriff "Virtuelles Wasser" geprägt. So braucht es 20.000 Liter Wasser, um ein Kilo Kaffee zu erzeugen und 10 Liter für ein Blatt Papier. Problematisch dabei ist, dass längst nicht alle Güter, die in einem Land verbraucht werden, auch in diesem Land produziert werden. Seit einigen Jahren wird der "Wasser-Fußabdruck" der Staaten weltweit systematisch untersucht. Deutschland gehört zu den Top-Ten der Nettoimporteure von virtuellem Wasser. Es ist zu erwarten, dass durch die zunehmende Globalisierung der virtuelle Wasserverbrauch noch weiter zunehmen wird.

Höchste Zeit, dass sich auch die Umweltbildung dieses Themas annimmt. Woher kommt das Wasser, das in den Produkten unseres Alltags steckt? Wo entsteht durch ineffiziente Bewässerungs- und Produktionsmethoden Wassermangel? In welchem Zustand fließt das genutzte Wasser in die Natur zurück? Was können wir tun, um durch unser Konsumverhalten Wassermangel und Wasserverschmutzung in anderen Ländern dieser Welt entgegenzuwirken und eine nachhaltige Nutzung der weltweiten Wasserressourcen sicher zu stellen?

Die Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e.V. (VDG) hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema "Virtuelles Wasser" mit dem Umweltbildungsprojekt "Wie groß ist unser Wasser-Fußabdruck?" der Öffentlichkeit bekannter zu machen.

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