Fremde Wasser
Bildende
Wolfgang Schorlau hat mit dem Ex-BKA-Fahnder Georg Dengler bereits zwei Krimis geschrieben, in denen er brisante poltische Themen angegangen ist. Diesmal nimmt er sich eines aktuellen politischen Themas an, nämlich dem zunehmenden Interesse an der "Privatisierung" der öffentlichen Infrastruktur - im konkreten Fall der des Wassers. Im Vordergrund steht der Mord an der konservativen Bundestagsabgeordneten Angelika Schöllkopf. Sie bricht wegen eines Herzinfaktes auf dem Podium des Bundestags vor laufender Kamera zusammen und stirbt. Ihre Mutter, welche den guten Gesundheitszustand ihrer Tochter kannte, glaubt nicht an einen natürlichen Tod und beauftragt den Kriminaler Georg Dengler mit der Aufklärung. Zunächst lassen auch alle Ermittlungen auf ein natürliches Ableben schließen. Als jedoch das Manuskript ihrer letzten Rede verschwindet und dafür ein gefälschtes Manuskript auftaucht, beginnt er an der Faktenlage zu zweifeln. Seine Ermittlungen führen ihn in einen Sumpf voller Kriminalität, in dem sich sowohl industrielle Aufkäufer von Wasserwerken aus aller Welt als auch potentielle Verkäufer in Form von Gemeinden und Gemeindeverbänden tummeln. Sie alle betrachten die Ressource Wasser, als Quelle des Lebens, ausschließlich renditeorientiert. Die anfänglich nur dürftige Beweislast wird durch aufklärerische Hilfe seiner Freundin Olga unterstützt, die ihm gerichtszulässige Beweise zuschanzt. Somit kann der Fall schlussendlich aufgeklärt werden.
Wolfgang Schorlau, Kiepenheuer & Witsch, 2006
ISBN 978-3462037487
brosch. 7,95 €
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