Weltwasserentwicklungsbericht 2006
Bildende
Der Titel des zweiten World Water Development Report (WWDR), der am 22. März 2006 auf dem Weltwasserforum in Mexico City vorgestellt wurde, lautete: "Wasser, eine geteilte Verantwortung". Dieser zweite Bericht baut auf den Schlussfolgerungen seines Vorgängers auf. Schwerpunktthemen dieser zweiten Ausgabe gemäß den genannten elf Herausforderungen sind daher: Bevölkerungswachstum, Verstädterung, sich verändernde Ökosysteme, Nahrungsmittelproduktion, Gesundheit, Industrie und Energie, Riskiomanagement, Wertung und Preis des Wassers sowie Wissen und Kapazitäten verbessern. Ein besonderer Fokus ist die Analyse des Fortschritts der Weltgemeinschaft hin zu den wasserbezogenen MDGs.
Wichtiger Bestandteil sind 16 Fallstudien, nachdem bereits die erste Ausgabe des WWDR sieben Pilotstudien untersucht hatte. Die Fallstudien untersuchen verschiedene Facetten von Wasserkrisen und nennen mögliche Management-Antworten. Vier dieser Fallstudien lauten: Vorsorge gegen Fluten im Baskenland, Gemeinsame Wassernutzung im Donaueinzugsgebiet, Wasser und Gesundheit in Mali, Wasser in der Landwirtschaft in Thailand. Beiträge für die Fallstudie Donau hatte das deutsche IHP/HWRP-Sekretariat geliefert.
Der Bericht enthält aber auch eine Reihe aufschlussreicher Fakten und Zahlen. Hier nur drei Beispiele: In vielen Staaten der Welt gehen 30 bis 40 Prozent des Wassers durch undichte Rohre, schadhafte Kanäle oder illegalen Abzweig verloren. Grundwassersysteme stellen zwischen 25 und 40 Prozent des Trinkwassers weltweit zur Verfügung. Während Abwassersysteme in Industrieländern für 98 Prozent der Bevölkerung bereitstehen, beträgt der Anteil in den Entwicklungsländern nur 49 Prozent. 70 Prozent des aus Grundwasser und Flüssen entnommenen Süßwassers wird für die Bewässerung in der Landwirtschaft entnommen. Mit heute verfügbaren Technologien und Managementpraktiken könnte die Industrie ihren Wasserverbrauch um 40 bis 90 Prozent reduzieren.
Der Bericht endet mit einer Reihe von Schlussfolgerungen und Empfehlungen, um zu nachhaltiger Nutzung und nachhaltigem Management der zunehmend knappen Ressource Wasser zu ermutigen.
Springen Sie direkt: zur Hauptnavigation, zum Seitenanfang
