ANU Aktionsplan für Bayern
Institution: Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung, Landesverband Bayern e.V. (ANU Bayern e.V.)
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(MN 18/09) Die ANU Bayern e.V. ist der Dach- und Fachverband der Umweltbildung in Bayern und der mitgliederstärkste Landesverband der Bundes-ANU. Hauptziel der ANU Bayern ist die Verankerung von BNE bei ihren Mitgliedern und Kooperationspartnern sowie eine strukturelle Verankerung in Konzepten und Rahmenbedingungen. Mit ihrem Aktionsplan will sie sichtbar machen, welche Schwerpunkte sie setzt und welche Möglichkeiten der aktiven Beteiligung es dabei gibt. Dazu hat die ANU Bayern Fachgruppen ins Leben gerufen. Sie bietet interessierten Personen die Mitarbeit in diesen Gruppen an und veröffentlicht die Ergebnisse. Die im Aktionsplan genannten Ziele sind: Akteure der Umweltbildung in Bayern im Sinne der BNE zu qualifizieren, gute BNE-Beispiele zu multiplizieren, durch neue Kooperationen strategische Vernetzung zu ermöglichen und durch Öffentlichkeitsarbeit zur BNE die überregionale Wahrnehmung zu stärken.
Die ANU Bayern veröffentlicht regelmäßig Informationen zur UN-Dekade BNE und zum Transfer guter Beispiele in die Praxis, darunter auch Bücher wie z.B. das 2011 erschienene Buch "Der Zukunft das Wasser reichen. Wasser im Spiegel der Bildung für nachhaltige Entwicklung". Sie gestaltet Kampagnen mit wie "Wertvoller Leben" zum Thema Geld und Werte.
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Darüber hinaus bietet die ANU Bayern Qualifizierungsmaßnahmen und kollegialen Austausch zur BNE an. In Bildungsveranstaltungen soll in Theorie und Praxis aufgezeigt werden, wie die Nachhaltigkeitsdimensionen in der Bildungsarbeit zusammen zum Tragen kommen. In Seminaren und auf Tagungen werden Themen wie Ernährung oder Biodiversität behandelt, aber auch pädagogische Grundlagen der BNE vermittelt.
Die ANU Bayern stärkt die landesweiten Netzwerke der Umweltbildung und der BNE, z.B. mit einer interaktiven Karte, in die sich alle Partner eintragen können. Durch Mitarbeit im Kernteam Marketing, der Steuerungsgruppe des Projektes/Prozesses "Marketing für die Umweltbildung", will sie zur Verankerung von BNE bei den Akteuren der Umweltbildung beitragen. Aber auch neue Kooperationspartner werden gewonnen: So führt die ANU Bayern führt in Bereiche ein wie z.B. Hochschule, Schulen, Kitas, außerschulische Kinder- und Jugendarbeit.
Die Ergebnisse des Aktionsplan werden sechsmal jährlich in dem Rundbrief "ANU Bayern aktuell - Bildung für nachhaltige Entwicklung" veröffentlicht, im Internet (www.umweltbildung-bayern.de) und über E-Mail-Verteilerlisten kommuniziert. In regelmäßigen Treffen und über Post werden die Landtagsabgeordneten (z.B. Umwelt- und Bildungsausschuss) über die Arbeit und Ergebnisse informiert. Der Prozess "Marketing für die Umweltbildung" wird durch die Universität München evaluiert, die weiteren Qualifizierungsmaßnahmen werden intern evaluiert.
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Mit direkten Bildungsmaßnahmen (ohne Internet und E-Mail) wurden von 2005 bis 2011 ca. 25.000 Akteure erreicht. Künftig sollen ca. 10.000 Akteure im Jahr erreicht werden. Die nächsten Schritte sind die Durchführung einer großen Rio+20-Tagung 2012 in Benediktbeuern und weiterer Qualifizierungsmaßnahmen der Berufsbegleitenden Weiterbildung "Umweltbildung/BNE" mit einem neuen Curriculum und Leitungsteam ab 2014. Angestrebt wird die Bestellung einer hauptamtlichen Kraft für BNE-Arbeit im Verband.
Der ANU Aktionsplan für Bayern wurde erstmals 2004 für den Zeitraum der laufenden UN-Dekade erstellt und soll sich bis 2014 in seinen Kernpunkten verstetigen. Die über den Aktionsplan implementierte Struktur der Vernetzung, Qualifizierung und Öffentlichkeitsarbeit der BNE unter besonderer Berücksichtigung der aktiven Mitarbeit der Akteure der Umweltbildung/BNE z.B. in Fachgruppen soll auch nach der Dekade 2005-2014 erhalten bleiben und weiter ausgebaut werden. Über die aktive Mitarbeit der ANU-Vertreterinnen und Vertreter in Fachgremien und über politische Lobbyarbeit ist beabsichtigt, BNE auch über den eigenen Verband hinaus strukturell zu verankern.
Stand: November 2011
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