BNE-Portal: Radijojo!: Projekt "Mother language-multilingualism"

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Radijojo!: Projekt "Mother language-multilingualism"

Ausgezeichnet für den Zeitraum 2010/2011

Offizielles Dekade-Projekt der Woche 22.03.2010 bis 28.03.2010

BildanfangJugendliche im Radiostudio???Großansicht des Bildes???Dekade-Projekt Radijojo! © Radijojo! gGmbHBildende

Radijojo! ist ein Radiosender, bei dem Kinder selbst das Programm machen. Sie führen die Recherchen durch, schreiben die Texte und produzieren die Sendungen. Dabei werden global relevante Themen wie zum Beispiel der Klimawandel, soziale Gerechtigkeit oder auch Fair Trade behandelt. So kann man sich auf Radijojo! auch das Ergebnis des internationalen Radioprojektes "Mother language-multilingualism" anhören.

Muttersprache: Mehrsprachigkeit
"Mother language-multilingualism" lädt die jungen Hörer zu einer Reise durch die Sprachen und Kulturen ein.
Die Sprache spiegelt die Mentalität, Traditionen  und Emotionen der Menschen wider. Sie erzählt die Geschichte einer bestimmten Kultur. Umgekehrt entwickeln Völker aus der eigenen Kultur und Geschichte ein bestimmtes Sprachsystem mit Ausnahmen und Regeln. Eine internationale Sprache wie Englisch hilft uns natürlich bei der Kommunikation, doch sie kann die Muttersprache nie ersetzen.
In diesem internationalen Radioprojekt werden Sprachen vorgestellt, die sich in bestimmten Sprachfamilien einordnen lassen: Es sind die Familien der Germanischen, Slawischen, Altaischen, Romanischen, der Afroasiatischen, der Indogermanischen und der Sinotiberischen Sprachen.

Eine Sprache bereist die Welt
"Mother language-multilingualism" stellt den Klang einiger dieser Sprachen vor. Manche von ihnen sind zusammen mit ihren Sprechern durch die Welt gewandert und haben sich weiterentwickelt. Ladino ist eine solche Sprache. Die aus Spanien vertriebenen Juden haben sie mit in die neue Heimat genommen. Sephardische Juden aus Bulgarien und der Türkei erzählen über die Ladino-Sprache, die trotz ihrer alten Geschichte kaum bekannt ist und vom Aussterben bedroht ist.

Auch ganz kleine Sprachen sind dabei
Reporter-Kinder erzählen welche altgriechischen Wörter wir heute benutzen. Neben weit verbreiteten Sprachen wie Englisch und Deutsch behandelt das Radioprojekt auch Sprachen von Minderheiten. Die Sprache Zaza gehört dazu. Junge Leute von der Zaza-Gemeinde in Berlin stellten sie vor: ihre Altpersische Herkunft und wo sie heute gesprochen wird. Tschechische Roma stellen ihre Muttersprache vor: Slowakisch Gypsi und singen die Roma-Hymne.

Auch kleine Sprachen finden in diesem Projekt einen würdigen Platz: Es sind Tschechisch, Ukrainisch, Bulgarisch, Slowenisch und Litauisch. Hebräisch, Mandarin – und Türkisch hört man auch. Schüler aus Bulgarien, Deutschland und der Türkei machen uns mit diesen Sprachen bekannt.

Schüler, Pädagogen und Kulturträger aus Deutschland, der Türkei, Bulgarien, Slowenien, Ukraine und Tschechien haben sich mit eigenen Beiträgen an diesem Projekt beteiligt.

Mila Zaharieva-Schmolke, Projektleiterin


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