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Menschen-Rechte-Möglichkeiten
Bundesland: Niedersachsen
Projektnr.: 1309, Ausgezeichnet: 2009/2010
Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Jean Ziegler, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Es startete zum April 2009 und ist auf zwei Jahre ausgelegt. Thema dieses niedersachsenweiten Projekts sind die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte (wsk-Rechte), vor allem die Rechte auf Nahrung, Gesundheit, Arbeit und Bildung. Das Projekt wirkt auf einen menschenrechtsbasierten Ansatz in der entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit hin, der sich absetzt von einem "hilfszentrierten" Ansatz. Ziel des Projektes ist es, die wsk-Rechte als einen Bezugsrahmen für Aktivitäten der Bildung für nachhaltige Entwicklung einzuführen und somit den Blick zu schärfen für die Menschenrechte auch in Deutschland. Die engen Zusammenhänge von unserem Verhalten (Konsum, Energie, Handel) und den Folgen für ärmere Länder im globalen Süden werden ohne "moralische Keule" dargestellt. Anhand von biografisch erzählten, positiven Einzelbeispielen wird gezeigt, dass Menschen im globalen Süden, denen ihre Rechte verwehrt werden, eigenständig in der Lage sind, die Inanspruchnahme dieser Rechte zu organisieren. Hierzu werden ein Podcast und ein Hörbuch erstellt. Zahlreiche regionale Veranstaltungen, vorrangig in Niedersachsen, werden gemeinsam mit verschiedenen, zumeist ehrenamtlich organisierten Partnerinitiativen durchgeführt. Höhepunkt der Aktivitäten wird eine landesweite Konferenz zu den wsk-Rechten sein. Angesprochene Zielgruppen sind Eine-Welt-Gruppen, Berufsgruppen und Verbände (z.B. die Ärztekammer oder Gewerkschaften), junge, an entwicklungspolitischen Themen interessierte Erwachsene, Schülerinnen und Schüler an Berufsschulen v.a. in den Fachgebieten Soziales und Gesundheit. Aber auch allgemeinbildende Schulen werden besucht.
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