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TheoPrax, 'Na-rung!' (3. Auszeichnung)
Bundesland: Baden-Württemberg
Projektnr.: 1165, Ausgezeichnet: 2005/2006, 2007/2008, 2009/2010
Das Ziel von TheoPrax ist die Weiterbildung, Qualifizierung und Motivierung des Nachwuchses in Schulen/Hochschulen, in Ausbildungsberufen zur Übernahme von Verantwortung für sich selbst, für ihre Umgebung, für die Gesellschaft im Sinne des Nachhaltigkeitsprinzips der BNE. Dies wird erreicht durch die Anwendung von einem didaktisch entwickelten Methodenmix und durch die betreute Projektarbeit mit authentischen Themen aus der Wirtschaft/Gesellschaft oder aus Forschungsinstituten, hierbei bevorzugt Themen mit Nachhaltigkeitsaspekten. Firmen/Kommunen/Vereine/Verbände/Forschungsinstitute geben Projektthemen (ohne Tagespriorität), die ja nach Niveau von Schüler- oder Studententeams unter Betreuung von LehrerInnen/DozentInnen bearbeitet werden können, in Auftrag. Die Auftraggeber übernehmen dabei die Kosten der Bearbeitung. Die BetreuerInnen an den Schulen/Hochschulen sind zuvor in der TheoPrax Methodik entsprechend geschult worden; die beteiligten SchülerInnen/StudentInnen werden direkt bei ihrer Projektarbeit geschult und qualifiziert. Die Projektarbeit erfolgt lehrplan- bzw. studienplanintegriert und kann z.B. sogar abiturrelevant angerechnet werden. Langzeitarbeitslose Jugendliche, oftmals mit Migrations- und/oder mit kriminellem Hintergrund, finden durch die Projektarbeit im Team zu einem neuen Selbstverständnis, Respekt und Motivation zum Arbeiten. Im Unterprojekt "Na-rung!" wird das Projekt erstmals jahrgangs- und fächerübergreifend an einem Gymnasium auf breiter Front durchgeführt. Hierbei geht es um die Verknüpfung des Lehrstoffplans (Boden, Wasser, Optik, Akustik (Klasse 8) und Konstruktion, Bionik, Steuern, Regeln, Wetter (Klasse 9 + 10) mit Anwendungen in Industrie- und Entwicklungsländern. Diese Verknüpfung wird erreicht über die Themen "begrüntes Flachdach" und "Windrad". Hierbei wirkt als übergeordnete Verbindung ein Entwicklungsprojekt in Arequipa/Peru. Seit der letzten Auszeichnung als Dekadeprojekt 2007/2008 sind etliche Kooperationen mit deutschen Universitäten hinzugekommen, wie z.B. die Universität Karlsruhe, die Universität München (LMU), die PH Heidelberg. Der räumliche Radius hat sich stark ausgeweitet. So sind Peru, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Rumänien, Türkei, Großbritannien, Spanien und weitere Bundesstaaten in Brasilien hinzu gekommen. Durch die geplante Zusammenarbeit mit den "Ingenieuren ohne Grenzen" wird sich der Radius auf Entwicklungsländer noch erheblich vergrößern. Ebenso wurden die Schwerpunktthemen Wasser, Energie und Nachwachsende Rohstoffe deutlich vertieft.
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