BNE-Portal: Klostergut Steinerskirchen (2. Auszeichnung)

Springen Sie direkt: zur Hauptnavigation zu zusätzlichen Informationen






Zurück zu: Projekte der UN-Dekade

Klostergut Steinerskirchen (2. Auszeichnung)

Bundesland: Bayern

Projektnr.: 0743, Ausgezeichnet: 2005/2006, 2007/2008

Das Gut der "Oase Steinerskirchen", mit seinen rund 135 ha land- und forstwirtschaftlicher Flächen und dem Bildungshaus, wird mehrmals im Jahr zum Lernort für Schüler der Landwirtschaftsabteilung der Schule. In den Anfangsjahren ging es vor allem darum, die vorhandenen schützenswerten Naturräume, die zwei Jahrzehnte lang nur noch teilweise genutzt wurden und zumeist brach lagen, zu sichern und zu verbessern. Mit der Umstellung des Gutsbetriebes nach Bioland-Richtlinien sollte gleichzeitig das Landschaftsumfeld gestaltet werden. Es wurden Feuchtbiotope angelegt und besonders schützenswerte Feucht- und Trockenflächen freigelegt, so dass sich die ursprüngliche vielfältige Vegetation wieder zeigt. Mittlerweile ist ein Biotopverbundsystem entstanden, auf Flächen mit wenig Struktur wurden Feldhecken und Feldgehölze gepflanzt, alte Streuobstwiesen wurden gepflegt und erweitert. Schautafeln erklären dem Besucher des Klostergutes wichtige ökologische Zusammenhänge. Die Arbeiten wurden und werden hauptsächlich von Klassen des Berufsgrundschuljahres Agrarwirtschaft und den landwirtschaftlichen Fachklassen übernommen. In den vergangenen 16 Jahren hat jeder landwirtschaftliche Auszubildende aus der Region irgendwann während seiner Ausbildung in der Regel zwei bis vier Tage lang an Arbeiten des Projektes teilgenommen. Im Klostergut Steinerskirchen geht es aber nicht nur um das selbständige praktische Tun, sondern um erzieherische Werte. Den verantwortlichen Lehrern geht es um einen ganzheitlichen Bildungsansatz bei dem zum Beispiel auch Meditationen und Spiele einen breiten Raum einnehmen. Durch ihre Tätigkeit auf dem Klostergut lernen die angehenden Landwirte, langfristig Verantwortung für Natur und Umweltschutz zu übernehmen. Nach den "Aufbaujahren" stehen nun Erhalt und Pflege der einmal initiierten Maßnahmen im Vordergrund. Die 16- bis 25-jährigen Schüler und Auszubildenden, die später fast alle Betriebsleiter auf ihrem eigenen Hof werden, erhalten auf dem Klostergut die Möglichkeit, einen Gegenentwurf zur konventionellen Landwirtschaft zu sehen und zu erleben. Ziel ist zunächst nicht, aus allen angehenden Landwirten Biobauern zu machen, sondern vielmehr Bewusstsein zu schärfen, etwa für den Artenschutz oder die Schonung natürlicher Ressourcen.


Springen Sie direkt: zur Hauptnavigation zum Seitenanfang