Zurück zu: Projekte der UN-Dekade
Eine Welt Mobil
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Projektnr.: 0697, Ausgezeichnet: 2007/2008
Mit dem Eine Welt Mobil wird entwicklungspolitische Bildungsarbeit an Schulen und an öffentlichen Plätzen in NRW betrieben. Thematischer Schwerpunkt sind der Faire Handel und die UN-Entwicklungsziele. Das Mobil kann von Schulen mit jeweils zwei Referentinnen und Referenten gebucht werden, die altersgerechte Programme zu verschiedenen Themen durchführen (z.B. "Kaffee" Interessiert mich nicht die Bohne", "Ein fairer Kick: Sportbälle und wie sie produziert werden"). "Bildung für nachhaltige Entwicklung" wird mit dem Eine Welt Mobil zum Erlebnis. Alle bauen gemeinsam das Zelt auf - am Besten direkt auf dem Schulhof, in der Aula oder der Turnhalle. Durch das gemeinsame Aufbauen des Lernortes wird dem Projekttag ein besonderer Rahmen gegeben und die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler wird bereits auf das Thema gelenkt. Übergeordnetes Lernziel ist es, bei den Schülerinnen und Schüler zunächst Interesse zu wecken und sie neugierig zu machen auf die Eine Welt und ihre Zusammenhänge. Der Fokus auf den Fairen Handel soll die Erkenntnis "Wir können konkret etwas tun" bewirken und Ohnmachtsgefühle vermeiden. Dabei soll spielerisches Lernen im Vordergrund stehen, schließlich soll der Besuch des Eine Welt Mobils das Gegenteil von normalem Unterricht sein. Lernen als "ungewöhnliche Maßnahme" und ehrenamtliches Engagement sollte Spaß machen und sich nicht auf die bedrückenden Aspekte der weltweiten Ungerechtigkeit begrenzen. Die Programme gehen überwiegend von Produkten aus, die für die Schülerinnen und Schüler zum alltäglichen Konsum gehören: Kaffee, Orangensaft, Schokolade, Fußbälle und Textilien. Die zentrale Fragestellung ist immer: "Was hat unser Leben hier mit den Lebens- und Arbeitsverhältnissen der Produzentinnen und Produzenten in den sogenannten Entwicklungsländern zu tun"" Informationen über den Anbau, die Produktion, die Weiterverarbeitung und den Handel der Produkte führen die Schülerinnen und Schüler zu Fragen nach der (fehlenden) Gerechtigkeit im globalen Handels- und Wirtschaftssystem. Gemeinsam entwickeln die Schülerinnen und Schüler Alternativen. Die Ideen der Schülerinnen und Schüler stimmen häufig genau mit den Prinzipien des Fairen Handel überein. Zum Abschluss jedes Projekttages gibt es eine ausführliche Reflektionsphase, in der die Schülerinnen und Schüler auch eigene Ideen und Projekte entwickeln können, um den Fairen Handel zu unterstützen. Neben dem Einsatz an Schulen ist das Mobil am Wochenende auch von ehrenamtlichen Eine Welt Gruppen für ihre Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen nutzbar.
Springen Sie direkt: zur Hauptnavigation, zum Seitenanfang
