BNE-Portal: Kommunales Facility Management (KoFaM)

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Kommunales Facility Management (KoFaM)

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Projektnr.: 0683, Ausgezeichnet: 2007/2008

Das vordringliche Problem der Städte und Gemeinden in Deutschland ist offensichtlich: Sinkenden Steuereinnahmen stehen steigende Ausgaben aus öffentlichen Verpflichtungen gegenüber. In der Folge steigen die Schulden an, da viele notwendige Maßnahmen mit Krediten finanziert werden oder aus Gründen eines Haushaltsdefizits gar nicht erbracht werden. Daraus ergibt sich in den Kommunen ein Sanierungsstau, welcher schon heute unüberschaubar ist. Es müssen Wege gefunden werden, Kosten einzusparen und zu senken, um eine größere Überschuldung zu vermeiden bzw. zu verringern. Ein weiteres Problem ist, dass die Aufgabenwahrnehmung bei unterstützenden Prozessen, z.B. bei der Bewirtschaftung von Gebäuden und Liegenschaften, derzeit stark zergliedert und deshalb auch ineffizient sind. Eine zentrale Steuerung findet nur eingeschränkt statt. Die Organisation der gebäudewirtschaftlichen Aufgaben ist überwiegend an den verwaltungstypischen Aufgabenbereichen in den Fachämtern ausgerichtet. Die verteilten Zuständigkeiten führen zu einem erhöhten Koordinierungsaufwand. Die Praxis zeigt, dass zur Lösung eines anstehenden Problems in der Gebäudebewirtschaftung mehrere Ansprechpartner in den Ämtern konsultiert werden müssen. Darüber hinaus erschweren die teilweise unklaren und verteilten Kompetenzen in den zuständigen Ämtern ein reibungsloses Arbeiten. Durch die Überschneidung von Zuständigkeiten entstehen parallele Verantwortlichkeiten. Dieses trifft in gleichem Maße auch für weitere unterstützende Prozesse zu. Es ist eine Neuorientierung notwendig! Das öffentliche Gebäude- und Anlagevermögen muss gemanagt statt verwaltet werden. Dieses Projekt beschäftigt sich damit, inwieweit ein Facility Management zur Modernisierung der Verwaltung beitragen kann. Hierfür ist es notwendig, Ansätze aufzuzeigen, welche zur Entwicklung eines Facility Management-Modells für die Kommunen in Sachsen-Anhalt führt. Ziel soll es sein, ein Modell zu entwickeln, welches zu einem größtmöglichen Teil auf jede Kommune übertragen werden kann. Wir sehen es als Aufgabe der Landesregierung, die Kommunen dabei in besonderem Maße zu unterstützen.


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