BNE-Portal: Zeitleiste UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Springen Sie direkt: zur Hauptnavigation zu zusätzlichen Informationen






Zeitleiste UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

BildanfangEin Klenderblatt als Symbol für die Zeitleiste.©iStockphoto.com / YanCBildende

Sie möchten mehr über die Entstehung der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" und ihre Umsetzung in Deutschland erfahren? Auf der Zeitleiste finden Sie wichtige Daten und Fakten zu den internationalen Hintergründen und zu den deutschen Aktivitäten im Kontext der UN-Dekade.


1. Internationale Hintergründe                                                                                                                                                                                                                                                                                 1972: Gründung des UN-Umweltprogramms

Die Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen oder auch Weltumweltkonferenz (UNCHE) findet vom 5. bis 16. Juni in Stockholm statt. Sie ist die erste Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema Umwelt und gilt als Beginn der internationalen, globalen Umweltpolitik. Auf Vorschlag der Konferenz wird das UN-Umweltprogramm (UNEP) gegründet.


1987: Veröffentlichung des Brundtland-Berichts

Die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (WCED) veröffentlicht unter Leitung der ehemaligen norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland den Brundtland-Bericht. Dieser Perspektivbericht zu langfristig tragfähiger, umweltschonender Entwicklung im Weltmaßstab beeinflusste die internationale Debatte über Entwicklungs- und Umweltpolitik maßgeblich.


1992: Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro (UNCED) und Agenda 21

Auf der Konferenz in Rio beschließen mehr als 170 Regierungen ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für eine weltweite nachhaltige Entwicklung – die Agenda 21. Sie ist das Instrument zur internationalen Umsetzung des Brundtland-Berichts. In Kapitel 36 wird die Neuausrichtung der Bildung als zentral für eine bedeutungsvolle Nachhaltigkeitsstrategie beschrieben.


2002: Weltgipfel Rio+10 - Johannesburg und Ausrufung der Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Zehn Jahre nach Rio kommt die Staatengemeinschaft in Johannesburg zum Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung zusammen. Von ihr geht ein entscheidender Impuls für die Stärkung des Themas der Bildung für nachhaltige Entwicklung aus.                                                                                                                                             Auf Empfehlung der Konferenz beschließt die Vollversammlung der Vereinten Nationen, die Jahre von 2005 bis 2014 als Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" auszurufen. Damit haben sich die UN-Mitgliedsstaaten in einer Resolution vom Dezember verpflichtet, in diesen zehn Jahren besonders intensive Anstrengungen zu unternehmen, um das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen der Bildung zu verankern.                                                                                                                                               Die UNESCO wird als "Lead Agency" mit der Koordination der UN-Dekade beauftragt und organisiert 2003 weitreichende Konsultationen zur Vorbereitung des Internationalen Umsetzungsplans (International Implementation Scheme, IIS) für die UN-Dekade.


2. Umsetzung der UN-Dekade in Deutschland                                                                                                                                                                                                                                                            2003: Hamburger Erklärung der Deutschen UNESCO-Kommission  

Auf der 63. Hauptversammlung verabschiedet die Deutsche UNESCO-Kommission die "Hamburger Erklärung". Darin ruft sie alle Verantwortlichen in Bund, Ländern und Gemeinden sowie Institutionen der Wirtschaft, Einrichtungen aus Forschung und Lehre und der Zivilgesellschaft auf, sich zu einer „Allianz Nachhaltigkeit lernen“ zusammenzufinden. Gemeinsam soll ein Aktionsplan für die UN-Dekade entwickelt und Programme und Koordinationsmechanismen für dessen Umsetzung geschaffen werden.


2004: Deutsche UNESCO-Kommission mit Umsetzung der UN-Dekade in Deutschland beauftragt

Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses wird die Deutsche UNESCO-Kommission mit der Umsetzung der UN-Dekade in Deutschland beauftragt. Sie hat dafür ein Nationalkomitee als zentrales Steuerungs- und Abstimmungsgremium berufen. Auf Einladung des Nationalkomitees kommen rund 100 wichtige Initiativen der Bildung für nachhaltige Entwicklung einmal im Jahr zum Runden Tisch der UN-Dekade zusammen. Die Deutsche UNESCO-Kommission wird für die Umsetzung der UN-Dekade vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.


2005: Veröffentlichung des 1. Nationalen Aktionsplans

Der Nationale Aktionsplan definiert als übergreifendes Ziel der UN-Dekade die Verankerung des Gedankens der nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen der Bildung. Er wird ergänzt durch über 60 konkrete bildungspolitische Maßnahmen und Überprüfungskriterien für deren Umsetzung. Aktionsplan und Maßnahmenkatalog werden regelmäßig evaluiert und fortgeschrieben.


2006: Internationaler Workshop zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Auf Einladung der Deutschen UNESCO-Kommission und des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen treffen sich vom 28.-29. November 50 Fachleute aus aller Welt in Bonn zu einem Austausch über den Stand der Umsetzung der "UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung". Der Tagungsbericht zum Workshop ist auf Englisch erschienen und fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen.


2007: Internationale Konferenz und Launch Internet-Portal

Im Rahmen der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft findet am 24./25. Mai die internationale Konferenz "UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung – Der Beitrag Europas" in Berlin statt. Hauptziel der Konferenz ist es, den europäischen Beitrag zum weltweiten Vorhaben UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" zu identifizieren und dabei die globale Verantwortung Europas zu berücksichtigen.                                                                                                                                                        Veranstalter sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Berlin, die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Berlin, und die Deutsche UNESCO-Kommission. An der Konferenz nehmen über 200 Vertreter aus allen EU-Ländern, aus anderen Weltregionen und von internationalen Organisationen teil.                                                                                                                                                           Als einen ihrer Beiträge zur UN-Dekade realisiert die Deutsche UNESCO-Kommission das Internet-Portal zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das BNE-Portal informiert über Themen und Akteure, Lehr- und Lernmaterialien, Wettbewerbe, Veranstaltungen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Umsetzung der UN-Dekade in Deutschland und international.


2008: Bundesweite Aktionstage und Neufassung des Nationalen Aktionsplans

Auf Initiative des Nationalkomitees finden erstmals die bundesweiten Aktionstage Bildung für nachhaltige Entwicklung mit mehr als 320 unterschiedlichen Veranstaltungen statt.                                                                                                                              Im September 2008 erscheint die Neufassung des 2005 veröffentlichten Nationalen Aktionsplans mit 66 Maßnahmen zur nationalen Umsetzung der UN-Dekade.


2009: Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung, die vom 31. März bis 2. April 2009 in Bonn stattfindet, setzt den Startschuss für die zweite Halbzeit der UN-Dekade. Die UNESCO und das Bundesministerium für Bildung und Forschung organisieren die Konferenz. Kooperationspartner ist die Deutsche UNESCO-Kommission. Erwartet werden 700 Teilnehmer aus allen Weltregionen.


2011: Neufassung des Nationalen Aktionsplans

Seit September 2011 ist die dritte Fassung des Nationalen Aktionsplans verfügbar, der neben den aktualisierten Teilzielen auch die von den Akteuren gemeinsam erarbeitete Strategie für die zweite Dekade-Hälfte umfasst. Seinen Schwerpunkt bildet darüber hinaus eine Sammlung der wichtigsten politischen Grundsatzpapiere, die im Vorfeld zur Dekade herausgegeben oder in ihrem Verlauf erarbeitet worden sind.


2012: Internationaler Workshop, Folgeaktivitäten und Rio+20

Februar 2012: Internationaler Workshop "Horizont 2015": 50 Experten aus fünf Kontinenten fordern die Vereinten Nationen auf, die Fortsetzung der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" über 2014 hinaus sicherzustellen und empfehlen der UN-Generalkonferenz die baldige Verabschiedung einer Resolution.                                                                                                                               April 2012: Konzepte für Folgeaktivitäten zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005 – 2014) sollen entwickelt werden: Mit seinem Beschluss vom 26. April 2012  fordert der Deutsche Bundestag die Bundesregierung auf, sich für Folgeaktivitäten zur laufenden UN-Dekade einzusetzen. Bildung für nachhaltige Entwicklung versetze Menschen in die Lage, die Werte, Kompetenzen, Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben, die heute für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft im Einklang mit dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung erforderlich seien, heißt es in dem von CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen beschlossenen Antrag.                                                                                                                               Juni 2012: Rio+20-Gipfel und die Schlüsselrolle der Bildung für nachhaltige Entwicklung: Im Abschlussdokument des Rio+20-Gipfels wird die Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung mehrfach betont. Wichtige Aufgaben werden dabei den Bildungseinrichtungen zugewiesen. Aber auch über den Bildungssektor hinaus sollen die UN-Mitgliedstaaten dafür sorgen, dass BNE noch mehr ins Bewusstsein der Menschen rückt. Besonders hervorgehoben wird die UNESCO als treibende Kraft auf diesem Gebiet.


Springen Sie direkt: zur Hauptnavigation zum Seitenanfang