Dina Beshara, Ägypten: "Junge Menschen bei der Umsetzung mit einbeziehen"
Dina Beshara hat Wirtschaftswissenschaften in Kairo studiert. Sie arbeitet als Projektassistentin in einem von USAID geförderten Projekt für Schulen und Nicht-Regierungsorganisationen. Sie sollen lernen, das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung umzusetzen.
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Dina Beshara © privatBildende
Welche Erfahrungen und Eindrücke haben Sie auf der Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung gesammelt?
In erster Linie multikulturelle Eindrücke: Ich habe erfahren, wie verschiedene Länder Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) umsetzen. Die Strategien ähneln sich in vielen Punkten, da sie ein gemeinsames Ziel verfolgen, unterscheiden sich aber dennoch. Ich habe auch gelernt, wie wichtig es ist, nicht nur Entwicklungshelfer, sondern auch junge Menschen und Entscheidungsträger mit einzubeziehen, wenn es darum geht, BNE in die Praxis umzusetzen. Nicht zuletzt habe ich gelernt, dass jeder ein Recht auf Bildung für nachhaltige Entwicklung haben sollte. BNE ist eine Verantwortung, die wir alle gegenüber unserer Welt tragen, eine Möglichkeit besser zu leben, eine Gelegenheit für uns alle, Änderungen vorzunehmen und eine Chance für wahren Weltfrieden.
Was sind Ihre Ziele mit Blick auf BNE?
Mein persönliches Ziel ist es, BNE in Ägypten und hoffentlich auf der ganzen Welt zu verbreiten. Denn es gibt immer noch viele Länder, in denen dieses Konzept nicht bekannt ist, und die sich nicht bewusst sind, wie BNE die komplexen, ineinander greifenden Probleme behandelt, denen sich unsere Welt heute stellen muss. Mein Ziel ist es daher, dieses Konzept weltweit in die Praxis umzusetzen und BNE zu etwas Alltäglichem zu machen.
Was erwarten Sie von der Regierungspolitik in Ihrem Land?
Ich erwarte und hoffe, dass die Regierung Bildung für nachhaltige Entwicklung in nationale Entwicklungspläne integriert und eine systematische Politik macht, die BNE unterstützt. So sollte beispielsweise das Konzept in das gesamte Bildungssystem eingeführt werden, nicht als separates Fach, sondern als Leitbild, an dem sich alle anderen Fächer orientieren, um somit ein Gefühl von Teilhabe und Verantwortung bei kommenden Generationen wachzurufen.
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