BNE-Journal: Communities im Web 2.0 als Botschafter von Nachhaltigkeit

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BNE-Journal

Online-Magazin "Bildung für nachhaltige Entwicklung"




Communities im Web 2.0 als Botschafter von Nachhaltigkeit

Von Claudia Langer

BildanfangPortrait von Claudia Langer© Philippe StallaBildende

Wir erleben und lernen seit mehr als einem Jahr jeden Tag, was es heißt, eine Community zu gestalten, die ein echtes Thema hat – und welch immense Strahlkraft sie als Botschafter für einen nachhaltigen Lebensstil hat. Auf utopia.de treffen sich Menschen, die selbst nachhaltiger leben möchten und auch die Welt im Sinne der Nachhaltigkeit verändern wollen. Das ist außergewöhnlich, denn Communities bilden sich im Regelfall ja entweder um Gruppen von Freunden oder Kollegen, wie bei MySpace, Facebook und Xing, oder um Hobbies und Produkte. Eher selten wachsen Gruppen von Menschen, die sich vorher gar nicht kannten, um Überzeugungen und Ideen. Das ist uns gelungen, und wir sind froh darüber, aber es ist wie schon gesagt ein Lernprozess.

Eine Community kann den Prozess zu mehr persönlicher Nachhaltigkeit unterstützen, weil sie Raum für den Austausch unter GleichgesinntenBildanfangStartseite Utopia.de???Großansicht des Bildes???Bildende schafft. Die Gemeinschaft hilft, durch Tipps wie durch das Gefühl der Gemeinsamkeit, da ist das Web 2.0 mit seinen Kommunikationswegen nicht anders als jede Gruppe – von der Skatrunde bis zum Fanclub eines Fußballvereins. Denn Community-Mitglieder bei Utopia sind bereit, einander zu vertrauen – weil sie ein gemeinsames Ziel verfolgen. Und das ist gut und richtig, auch wenn es bis hierhin nur heißt, dass sich die Mitglieder gegenseitig bestätigen.

Damit eine Community zum Botschafter von Nachhaltigkeit wird, braucht sie eine Außenwirkung. Bei Utopia versuchen wir das auf mehreren Wegen: Zunächst haben wir eine Redaktion, die das Internet wie ein klassisches Medium mit Inhalten füllt. Dabei fällt uns natürlich auf, dass die „Utopisten“ die Redaktion als ihren verlängerten Arm verstehen und sehr laut und deutlich sagen, wenn ihnen der Tenor oder auch nur der Ton einer Geschichte nicht gefällt. Ich nehme das als Zeichen, dass die User die Redaktion nicht nur als Dienstleister verstehen, sondern als verlängerten Arm der Community. Das macht es nicht einfacher, aber wertvoller.

BildanfangStartseite utopia.de???Großansicht des Bildes???Bildende

Ein zweiter Punkt der Wirkung in die Welt hinein ist, dass wir versuchen, Politiker und Unternehmen – die Change-Maker – in aktive Diskussionen auf der Plattform zu verwickeln. Die Beiträge der Utopisten sollen bei denen ankommen, die reale Veränderung direkt bewirken können. Das klappt schon gut, aber wir werden es immer weiter ausbauen.

Insofern glaube ich, dass Communities Werkzeuge des Wandels und Botschafter von Nachhaltigkeit sein können, aber nur, wenn sie zusätzlich zum „Schmoren im eigenen Saft“, der wichtig ist, um eine Linie, eine Identität und eine gemeinsame Stoßrichtung zu entwickeln, auch einen Weg finden, nach Außen zu wirken. Das ist unser Weg. Und wir fangen dann schon mal an.


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