"Sinking Paradise" – Karibik-Expedition von ALDEBARAN
Das Forschungs- und Medienschiff auf den Spuren des Klimawandels
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???Großansicht des Bildes???ALDEBARAN am Anlegesteeg © ALDEBARAN Marine Research & BroadcastBildende
Mit einer Sendewoche im ZDF und einer Dokumentation im Deutsche Welle Fernsehen werden die Ergebnisse der "Sinking Paradise"-Expedition des Hamburger Medien- und Forschungsschiffes ALDEBARAN gewürdigt. Im September 2006 ist die ALDEBARAN von Hamburg aus ins mittelamerikanische Belize gesegelt, um dort die Folgen des Klimawandels zu dokumentieren. Mehrere Kamerateams haben in der Schlussphase des Projektes die Crew und die Wissenschaftler an Bord begleitet, um bereits versunkene Inseln neben farbenprächtigen Korallenriffen, Seekühen und vor Hurrikanen schützenden Mangrovenwälder vor Ort zu dokumentieren.
In kaum einem Land sind die Anzeichen des fortschreitenden Klimawandels so deutlich zu sehen wie in Belize, da durch die steigende Meerestemperatur das zweitgrößte Barriereriff der Welt unmittelbar bedroht ist und durch den Anstieg des Meeresspiegels und die zunehmende Sturmhäufigkeit immer mehr Bewohner der insgesamt 500 kleinen Inselchen vor der Küste Belize um ihre Lebensgrundlage fürchten müssen.
Nach Erkenntnissen des "Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)" sind insbesondere die kleinen Inselstaaten und tief liegenden Küstenregionen vom globalen Klimawandel extrem bedroht. Deswegen hat die ALDEBARAN Crew die Expedition "Sinking Paradise" ins Leben gerufen, um das Schicksal von Mensch, Tier und Pflanzen vor Ort möglichst vielen Menschen ins Gedächtnis zu rufen.
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???Großansicht des Bildes???ALDEBARAN vor Carrie Bow Caye in Belize © ALDEBARAN Marine Research & BroadcastBildende
Ergebnis der Expedition sind Filme, Reportagen und Hörfunkbeiträge, um jenseits der abstrakten Meldungen zum globalen Klimawandel anhand von Beispielen konkrete Fakten und Informationen zu liefern. Eindrucksvolle Aufnahmen von absterbenden Korallenriffen, abgeholzten Mangrovenwäldern und verwaisten Inseln können den Zuschauer und Zuhörer schneller für das Thema Klimawandel sensibilisieren als theoretische wissenschaftliche Berichte.
Von Januar bis April 2007 wurden in Belize unterschiedliche Entscheidungsträger, Wissenschaftler und Projekte besucht und befragt, um einen Eindruck von den dortigen Auswirkungen und den örtlichen Gegenmaßnahmen zu bekommen.
In Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg war der Algenforscher Prof. Dr. Dieter Hanelt mehrere Wochen an Bord und untersuchte, inwieweit Algen durch die UV-Strahlung geschädigt werden, wenn sie auf Grund des Klimawandels ihre langjährigen Lebensräume unter Wasser gegen neue eintauschen müssen. Hanelt fand heraus, dass Algen durchaus Sonnenbrand bekommen können und dass die Folgen des Klimawandels bereits jetzt erkennbaren Einfluss auf die Meeresflora haben. Dies wird eine Menge von sekundären Folgereaktionen nach sich ziehen, deren Ausmaß heute noch unermesslich ist.
Das ZDF wird in der Sendung "Umwelt" und im Mittagsmagazin Ende Mai 2007 eine Woche lang über einzelne Themen aus Belize von Bord der ALDEBARAN berichten. Die Moderatorin Claudia Krüger begleitet die Crew vom Norden Belizes über das "Turneffe" und das "Lighthouse" Atoll bis in den Süden des Landes entlang des zweitgrößten Barriereriffes der Welt. Der Beitrag wird im Rahmen eines 30-minütigen Beitrags in "ZDF.umwelt unterwegs" gesendet.
Das Hamburger Forschungs- und Medienschiff ALDEBARAN ist seit 1992 unterwegs und hat seither in über 1000 Radio- und 600 Fernsehbeiträgen mehr als 300 Millionen Menschen mit seinen Botschaften über das Meer erreicht.
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